Berührende Adventsvesper in der Christuskirche

Von: Bruno Elberfeld
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Der Kammerchor umfasst über 40 Mitglieder aus Studierenden und Absolventen der Weimarer Hochschule für Musik.

Düren. Sangesfreude wird in Deutschland, so auch im Rheinland, großgeschrieben. Kinder- und Jugendchöre, Männer- und Frauenchöre, gemischte Chöre, Gospelchöre, Chöre, die sich A capella-Musik auf ihre Fahnen geschrieben haben, und natürlich die Kirchenchöre, allesamt Gruppierungen, die das Leben der Menschen durch Kultur verschönern.

Stefan Iseke, Kantor an der Christuskirche in Düren, leitet ebenfalls einen eigenen Chor, von dessen Qualität die Menschen sehr angetan sind. Nach dem Auftreten des Kammerchors der „Hochschule für Musik Franz Liszt“ aus Weimar war auch Iseke nicht mehr ganz wunschfrei. „Ein solches Ensemble zu leiten“, stellte er fest, „ist wohl der Traum jedes Chorleiters.“ Auch einige Sängerinnen aus Isekes Chor zeigten sich begeistert. „Da hört man Stimmen“, sagten sie, „die über viele Semester ausgebildet werden und wurden. Das ist doch schon ein Unterschied.“

Mit ihrer Begeisterung lagen die Frauen durchaus im Trend. Die Besucher der Adventsvesper in der Christuskirche waren beeindruckt. Der über 40 Mitglieder umfassende Chor aus Studierenden und Absolventen der Weimarer Hochschule für Musik, dirigiert von Professor Jürgen Puschbeck, hatte eine nahezu klassische Verteilung der Stimmlagen.

Herausragend, weil in den vergangenen Jahrzehnten ungewohnt, waren die Männerstimmen, hier besonders der Bass, der mit großem Volumen gemeinsam mit den Tenören das harmonische Gleichgewicht hielt. Am Schluss der Veranstaltung sprachen nur wenige Gäste über die Güte der Akustik der Kirche. Der Chor war so gut, dass sich hier alle positive wie vielleicht auch negative Kritik erübrigte. Der Liturgie stand Pfarrerin Karin Heucher vor, die mit Texten, Gebeten und Lesungen das Gerüst für die Vesper bot.

Die Gläubigen wurden durch gemeinsames Singen adventlicher Lieder in das Geschehen eingebunden. Aktuelle, besinnliche Texte gaben Richtung, verwiesen auf Missstände. Die Lesung über die Verkündigung des Erzengel Gabriels, dass Maria den Gottessohn empfangen werde, rief christliches Gedankengut wach. Der Chor aus Weimar schmückte diese Gedanken mit Gustav Brands (1883-1963) Lied „König der Könige“ und dem „Hodie Christus natus est“ von Giovanni Gabrieli (1554-1612).

Lieder von Heinrich Schütz (1685-1772), Claude d´Aquin (1694-1772), Philip Lawson (1957) und Jan Pieters Sweelinck (1562-1621) boten ein Spektrum adventlich-weihnachtlicher Lieder aus Barock und Neuzeit. Gitarrensolist Albrecht Bunk, ebenfalls Studierender an der Weimarer Hochschule für Musik, lockerte den Chorgesang mit Johann Sebastian Bachs „Präludium Nr. 4 für Violoncello“ – arrangiert für Gitarre – auf.

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