Düren - Bernd Essler: „Rechtsruck der Partei ist absoluter Quatsch“

Bernd Essler: „Rechtsruck der Partei ist absoluter Quatsch“

Von: Jörg Abels
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Fühlt sich weiterhin in der AfD heimisch: Bürgermeisterkandidat Bernd Essler.

Düren. Nachdem Frauke Petry zur neuen Vorsitzenden der Bundes-AfD gewählt wurde, scheint die Partei gespalten. Nach ihrer Wahl auf dem Essener Parteitag traten rund 2000 der 24.000 Parteimitglieder aus. Ein AfD-Austritt ist für den Dürener Fraktionschef und Bürgermeisterkandidaten Bernd Essler aber kein Thema.

„Ein Rechtsruck der Partei ist absoluter Quatsch“, kommentiert der aus dem Urlaub zurückgekehrte Dürener Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Bernd Essler die Ereignisse rund um die AfD in den vergangenen Wochen nach der Abwahl des Parteichefs Bernd Lucke und dessen Austritt. „Die Partei hat sich inhaltlich überhaupt nicht verändert“, spricht der Jurist von einer „bewussten Manipulation“ von Seiten einzelner Medien.

Dass national-konservative Kräfte nun die Oberhand gewonnen hätten und die Ausrichtung der Partei diktieren würden, sei überhaupt nicht der Fall. „Die Abwahl Luckes hat nichts mit der Partei zu tun“, betont Essler, der den Ex-Parteichef nach eigenen Angaben sehr gut kennt. Vielmehr sei sie die Reaktion auf „seinen selbstherrlichen Führungsstil“ gewesen. Lucke habe ein Problem gehabt, die Pluralität von Meinungen, die es in einer Partie gebe, zu akzeptieren.

„Für mich hat sich daher seit dem Essener Parteitag gar nichts verändert“, erklärt der Dürener. Anders als beim Landratskandidaten Walter Peters, der der AfD den Rücken gekehrt und seine Kandidatur zurückgezogen hat (wir berichteten), war ein Parteiaustritt für Bernd Essler zu keiner Zeit ein Thema. Und natürlich hält er auch weiterhin an seiner Bürgermeisterkandidatur fest.

Während nach Angaben Esslers, der auch finanzpolitischer Sprecher des Landesverbands NRW ist, bundesweit seit dem Essener Parteitag Anfang Juli rund 2000 der 24.000 Mitglieder aus der AfD ausgetreten sind, haben im Kreis Düren gerade einmal drei ihr Parteibuch zurückgegeben, inklusive Peters. „Es sind aber auch wieder welche eingetreten“, betont Essler.

Aktuell zählt der Kreisverband knapp 60 Mitglieder. „Wir werden die personellen Abgänge auch bundesweit in den kommenden drei Monaten verkraftet haben“, ist Essler überzeugt. Im Übrigen weist er in diesem Zusammenhang daraufhin, dass der AfD-Kreisverband die politische Vergangenheit aller potenziellen Neumitglieder durchleuchtet. „Frühere Mitglieder der NPD, der Republikaner und anderer rechtsextremer Parteien haben bei uns von vornherein keine Chance und werden abgelehnt“, versichert der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat. Ein Vorgehen, das in ganz NRW so praktiziert werde. Der neuen Lucke-Partei „Alfa“ räumt Bernd Essler keine Chancen ein. „Er wird nicht genügend Indianer finden, die für ihn die Arbeit machen.“

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