Bernd Becker: Ein „Manometer der Unzufriedenheit“

Von: smb
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Einzelkämpfer um das Bürgermeisteramt: Bernd Becker. Foto: smb

Kreuzau. „Ich möchte ein Manometer der Unzufriedenheit sein“, sagt Bernd Becker, der als parteiloser Einzelkämpfer um das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Er weiß, dass er nicht Kreuzaus nächster Verwaltungschef wird, aber er möchte den Wählern, die mit der Politik der etablierten Parteien nicht zufrieden sind, eine Alternative bieten.

„Der aktuelle Rat verwaltet, er regiert nicht“, sagt Becker. In seinen Augen passiert in der Gemeinde zu wenig. „Je mehr Stimmen ich bekomme, desto mehr werden verkrustete Strukturen aufbrechen“, sagt Becker, der hofft, in den Rat einzuziehen.

Becker gibt sich bürgernah. Wenn er über Baustellen der Gemeinde spricht, dann ist das nicht der defizitäre Haushalt. Dann sind das zum Beispiel die Bank, die plötzlich verschwunden war, und der Sportplatz, der sich nicht wirklich zum Spielen eignet. „Außerdem fordere ich verständlichere Informationen für den Bürger“, sagt Becker. Zum Beispiel beim Thema Windkraft. Anschaulich sollen die Infos im Internet dargestellt werden, so dass jeder sie verstehen kann. Und wenn Becker schon vom Internet redet: „Den Ausbau müssen wir vorantreiben.“ Der Verwaltung wirft er „fehlenden Einsatz“ vor.

Auch der Verkehr ist Becker ein Dorn im Auge. Er möchte den Zentralort entlasten: Mit einer Straße unmittelbar entlang der Rur zur K 29, also unmittelbar durch ein Naturschutzgebiet. Becker glaubt, dass so eine Straße gebaut wird, wenn man sich nur genug dafür einsetzt.

Der Servicetechniker möchte, dass die Verwaltung mehr Dienstleister wird, sich für Bürgerbusse und Dorfläden einsetzt. Er denkt aber auch daran, dass über die Verwaltung ein kostenpflichtiges Serviceangebot geschaffen wird, in dessen Rahmen alten Leuten beim Winterdienst geholfen wird. Außerdem wünscht er sich Außenstellen der Verwaltung.

„Weil es immer weniger Schüler gibt, müssen Nutzungskonzepte für die Schulen her“, fordert Becker. Für Drove wünscht er sich eine Bürgerbegegnungsstätte. „Was soll ich mit Kita-Plätzen Wahlkampf machen?“, fragt Becker. Es sei doch klar, das gesetzliche Vorgaben erfüllt werden müssen. Und sollte Becker doch Bürgermeister werden: „Ich wäre ein blutiger Anfänger.“ Daher würde er – bis er sich eingearbeitet hat – auf einen Teil seines Gehaltes verzichten und „Lehrgeld zahlen“.

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