Berlansky-Quartett empfiehlt sich mit neuem Album „Growin´ Up”

Von: gn
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Esther Berlansky vom Berlansky-Quartett sang sanft bis expressiv im Komm. Foto: gn

Düren. Zierlicher als das kesse Plakatbild erwarten ließ, tritt Esther Berlansky im gut besuchten Komm-Keller vor ihr Publikum. Doch schon mit ihrer sympathischen Moderation und dem ersten Titel „Jetzt oder nie!” lässt sie keinen Zweifel an ihrem gesunden Selbstbewusstsein.

Ihr international besetztes Jazzquartett „Berlansky” präsentiert mit den Stücken ihrer neuen CD „Growin´ Up” neue Klangreize mit fremdartigen Melodien und originellen rhythmischen Effekten.

Neben der Gesangsbegleitung treten sie mit solistischen Passagen hervor: Tony Roe (Niederlande) am Piano, Oliver Rehmann (Deutschland) am Schlagzeug, Mihail Ivanov (Bulgarien) am Bass. Die Sängerin komponiert und arrangiert für ihre Band, die sich schon seit dem Jazzstudium in Amsterdam kennt.

Als Ungarin zehrt sie vom musikalischen Erbe ihrer Eltern und Großeltern, der frühen Liebe zur ungarischen Folklore, der klassischen Verarbeitung eines Bèla Bartòk und der Vielseitigkeit des modernen Jazz. So überrascht Berlansky im ständigen Wechsel des Klangkörpers ihrer Stimme von mädchenhaft schlichten Tönen zu expressiv schrillem Diskant moderner Harmonien und sanften Balladen bis zu virtuosem Scat-Gesang.

Dann folgt unerwartet ein makellos schönes Volkslied, sanft und innig wie in der Klage des elternlosen Kindes „çrva vag yok” alleine zum Auftakt nach der Pause. Auch mit Instrumentalbegleitung beherrscht sie melancholische Töne wie bei „Ich hab auf dich gewartet, meine Rose”. Dazwischen gibt es englische Titel, eine quirlige Bearbeitung von Herbie Hancocks „Butterfly”, „It´s just the other way around” oder selbstironische Akzente wie „Mister-fear-ious” und „This is the space...”

Die Berlansky erzählt Geschichten, verfremdet sie als instrumentalen Gesang, lässt den Inhalt ahnen durch Lächeln, Freude oder Zwitschertöne bis zu Slam-Poetry.
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