Bergwelt: Kein Investor in Sicht

Von: Jörg Abels
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Niederzier. Bewegung bei der Kartbahn-Umsiedlung, Stillstand bei der Vision der Bergwelt Sophienhöhe: Auch wenn Tagebaubetreiber RWE Power weiter dementiert, dass die Würfel für eine Umsiedlung des Manheimer Erftlandrings an den östlichen Rand der Sophienhöhe auf Niederzierer Gebiet längst gefallen sind, verdichten sich die Anzeichen für ein solches Vorgehen.

Bürgermeister Hermann Heuser erklärte auf Anfrage, dass sich das Areal zwischen der dortigen Motocross-Strecke und der Sophienhöhe als Standort herauskristallisiert habe.

RWE-Power-Sprecher Manfred Lang bestätigte, dass der Bereich ein „möglicher Standort“ sei und jetzt die Machbarkeit geprüft werde. „Unser Ziel ist es, zeitnah in ein konkretes Planungsverfahren zu gehen“, betonte Lang, in dem dann auch Natur- und Lärmschutzfragen beantwortet werden müssten.

Man suche derzeit das Gespräch mit allen Anrainerkommunen. Nach DZ-Informationen liegt seit Wochen eine Absichtserklärung vor, die in den Rathäusern in Titz und Elsdorf im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 aber auf wenig Gegenliebe zu stoßen scheint, weil etwaige Belastungen nicht die Niederzierer, sondern die dortigen Bürger treffen würden.

Heuser kann sich durchaus mit einer Kartbahnansiedlung anfreunden, wenn sie in Einklang mit den Windpark-Plänen der Gemeinde östlich der Sophienhöhe gebracht werden kann, um eventuell auch Synergieeffekte mit der Bergwelt zu erzielen.

Ein Investor für das 17,4 Millionen-Euro-Projekt aber ist auch 15 Monate nach Vorstellung der Machbarkeitsstudie weit und breit nicht in Sicht. Den Stillstand will Landrat Wolfgang Spelthahn, der die Pläne einst mit seinem damaligen Rhein-Erft-Kollegen Werner Stump auf den Weg gebracht hat, nicht totschweigen.

Dass ein Restaurant auf der Sophienhöhe ebenso erfolgreich sein könnte wie eine sportliche Nutzung steht für ihn weiter außer Frage. Vorbild sei die Goltsteinkuppe am Tagebau Inden, wenn es gelinge, analog zum Indemann ein Alleinstellungsmerkmal zu finden.

Das sieht Spelthahn weiter in einem barrierefreien Zugang zur Sophienhöhe über eine Seilbahn. Die zur Bundesgartenschau in Koblenz erbaute Rhein-Seilbahn sei ein gutes Beispiel. Ziel müsse es nun sein, eine wirtschaftliche Lösung zu finden. Eine Kooperation mit der Kartbahn, die zu 50 Prozent der Rennfahrerfamilie Schumacher gehört, böte sich an.

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