Bergprüfung lockt große Rennsport-Namen an

Von: kel
Letzte Aktualisierung:
13075664.jpg
Giftgrüne Minis und knatschgelbe Mantas: 66 Fahrzeuge maßen bei der Historischen ADAC-Bergprüfung ihre Kräfte. Foto: Axel Keldenich

Vossenack. Der Dürener Motorsport Club (DMC) hatte zum sechsten Mal zur Historischen ADAC-Bergprüfung eingeladen und die Resonanz war groß. Die Teams der 66 Fahrzeuge nutzten den Samstag zum Training auf der Panoramastraße zwischen Vossenack und Schmidt.

Die Prüfung, die zur ADAC-Retro-Berg-Serie gehört, hatte auch im Motorsport so bekannte Akteure wie Kris Nissen und Jörg van Ommen angezogen.

Gestartet wurde in fünf unterschiedlichen Klassen, je nach Alter der Fahrzeuge. Das älteste war ein Alvis Speed 20 SC aus dem Jahr 1935 mit einem Hubraum von 4387 ccm, aus dem Jahr 1936 stammten ein 3,5-Liter Jaguar sowie ein MG TA mit 1350 ccm Hubraum. Die jüngsten Exemplare waren ein Mini Cooper MK II, ein Mercedes 190 und ein Porsche 911 RS Rallye aus dem Jahrgang 1993.

Die Verantwortlichen hatten für die 2,75 Kilometer lange Strecke je nach Klasse Basisfahrtzeiten zwischen 2:38 und 3:18 Minuten festgesetzt, was Durchschnittsgeschwindigkeiten von 60 bis 62,5 km/h entsprach. Nach dem Training konnte dann jeder Wettbewerber für sich eine individuelle Zeit angeben, die er dann in den Wertungsläufen möglichst exakt erreichen musste. Zudem gab es Sonderwertungen für MG und Porsche 356er-Fahrer.

Die DMC-Mitglieder gedachten mit der Bergprüfung ihres ehemaligen Vizepräsidenten Markus Schoeller, der nur zwei Tage nach der Veranstaltung im vergangenen Jahr plötzlich im Alter von nur 54 Jahren gestorben war. Er hatte in den Jahren vor seinem Tod die Geschicke des DMC maßgeblich mit geprägt und war eine der treibenden Kräfte bei der Organisation der Bergprüfung auf der Panoramastraße gewesen.

Für die zahlreichen Zuschauer, die all jene Boliden nochmals in Aktion erleben wollten, die vor mehr als 30 Jahren die Szene beherrschten, hatte der DMC einen Shuttle-Service eingerichtet, der alle Bereiche bis zum Ziel regelmäßig anfuhr.

Damit ist der Dürener Veranstalter, wie schon seit über 110 Jahren, auf der Höhe der Zeit: Bereits in seinem Gründungsjahr 1905 veranstalteten die Dürener Motorsportler Ausfahrten in der Region der heutigen Bergprüfungsstrecke.

Den hohen Anforderungen an eine solche Veranstaltung wurde der Veranstalter dank 40 Helfern gerecht. Dabei sprangen neben Club-Mitgliedern auch Leute aus den Nachbarorten und Streckenposten mit Nürburgring-Erfahrung ein. Der Dank des DMC ging auch an die Gemeinde Hürtgenwald, die seit Jahren mit dem Motorsportlern kooperiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert