Bergfried lässt für einen guten Zweck laufen

Von: Beate Weiler-Pranter
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Vlatten. Ausdauer und soziales Engagement stehen während der Vlattener Sportwoche ganz oben auf dem Programm: Am 23. Juni veranstaltet der TuS Bergfried seinen ersten „Bergfried-Lauf”.

„Je nach Kondition der Teilnehmer bieten wir drei Distanzen an”, erklärt Heino Müller, der Vorsitzende des Vereins.

Die Länge der Rundkurse beträgt ein, drei und zehn Kilometer. Start und Ziel ist jeweils der Vlattener Sportplatz. Während die kleinen Sportler 1000 Meter um den Fußballplatz joggen, können die trainierten Läufer auf dem Zehn-Kilometer-Parcours ihre Kräfte messen.

Schließlich geht es erstmals um die „Heimbacher Stadtmeisterschaft” in dieser Disziplin. Neben dem sportlichen Wettkampf wollen die Organisatoren Heino Müller und Klaus-Dieter Leyendecker den sozialen Aspekt hervorheben. Sämtliche Startgelder der Läufer - pro Lauf sind ein, drei oder fünf Euro zu entrichten - kommen dem Verein Hilfsgruppe Eifel zugute. „Zudem konnten wir 15 Sponsoren für unsere Idee begeistern. Diese Firmen unterstützen jeden gelaufenen Kilometer mit zusätzlich einem Euro für den guten Zweck”, freut sich Initiator Klaus-Dieter Leyendecker. Auch der logistische Ablauf ist bis ins kleinste Detail durchdacht: „Die Feuerwehr wird die Routen absichern, Streckenposten versorgen die Läufer unterwegs mit Getränken und medizinische Betreuung ist vor Ort”, versichern die Planer.

Für den Vlattener Verein ist es Ehrensache, dass alle Mannschaften geschlossen mitlaufen. Darüber hinaus hoffen die Veranstalter auf großen Andrang aus dem restlichen Stadtgebiet und dem weiteren Umland. „Egal ob walken, joggen oder laufen: Mitmachen kann jeder. Schließlich geht es hier um einen guten Zweck”, ermuntert Heino Müller.

Der beste Botschafter für diese Benefiz-Aktion kommt aus den eigenen Reihen: Markus Huppertz, Mittelfeldspieler der SG Nordeifel. Vor zwei Jahren fuhr der damals 24-jährige mit der gesamten ersten Mannschaft zum „Typisieren” nach Euskirchen und ließ sich in die Datei der Deutschen Knochenmarkspende aufnehmen. Nun bekam Markus Huppertz Mitte März die Nachricht, sein Knochenmark könne Leben retten. „Das Gefühl war wie bei einem Sechser im Lotto”, erinnert sich der Industriemechaniker, der für den Indener Tagebau die Maschinen repariert und wartet. Nach weiteren Blutanalysen und medizinischen Untersuchen war klar: Markus Huppertz ist der ideale Spender. „Dann ging alles ganz schnell”, schildert der Neu-Vlattener.

In einer Dresdener Spezialklinik wurden ihm Spritzen gesetzt, die bewirkten, dass die lebensrettenden Spendersubstanzen vermehrt in sein Blut geschwemmt wurden. Am 20. April erfolgte dann die eigentliche Spende. „Rechts ein Pieks, links ein Pieks”, kürzt Markus Huppertz die medizinische Prozedur ab, bei der mehrere Liter seines Blut abgeleitet, gefiltert und anschließend wieder in seinen Körper zurückgeleitet wurden.

„Jederzeit wieder tun”

Mittlerweile weiß der engagierte, junge Mann, dass seine anonyme Knochenmarkspende für einen 61-Jährigen bestimmt war. Ob dieser Patient dank seiner Hilfe den Kampf ums Überleben gewonnen hat, erfährt Markus Huppertz allerdings erst in einigen Wochen. Für ihn steht aber fest: „Ich würde es jederzeit wieder tun!”
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