Arnoldsweiler - Benefizveranstaltung: Kölner Karnevalskünstler spielen ohne Gage

Benefizveranstaltung: Kölner Karnevalskünstler spielen ohne Gage

Von: cro
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Die Organisatorin: Sylvia Hölzer. Foto: cro

Arnoldsweiler. Von Köln bis nach Arnoldsweiler sind es etwas mehr als 50 Kilometer, gute 45 Minuten ist man unterwegs. Am 5. Januar wird sich ein ganzer Tross aus der Domstadt in Bewegung setzen: Ziel ist der Saal des Hotels Arnoldusklause. Bekannte Gesichter des Karnevals werden dann zum zweiten Mal nach der Auflage im vergangenen Januar für einen guten Zweck eine Kostümsitzung veranstalten.

Für einen Auftritt aus den lokalen Reihen wird dieses Jahr das Dürener Prinzenpaar samt Kinderprinzessin sorgen.

Für die Karnevalsmusiker wie den Räubern oder Moderator „Bärchen“ Heinz-Gert Sester ist der Abend quasi der Start in eine verhältnismäßig kurze Session. „An dem Wochenende geht es richtig los. Nach dem 5. Januar wäre es schwieriger, die Künstler zu gewinnen, der Aufwand wäre zu groß“, erzählt Sylvia Hölzer. Ihr gehört das Hotel Arnoldusklause, und sie organisiert als Kopf der IG „Arnoldsweiler Karneval + Brauchtumspflege“ mit Heinz-Gert Sester diese Benefizveranstaltung.

Die erste Ausgabe mit 400 Gästen sei „ein grandioser Erfolg“ gewesen; knapp 1200 Euro sind für den Aachener Förderkreis „Hilfe für krebskranke Kinder“. Der Verwendungszweck erzählt auch die Entstehungsgeschichte der Benefiz-Abende, von denen es in den kommenden Jahren noch einige geben soll. Ein Kind aus Hölzers engerem Umfeld war an Leukämie erkrankt, zu der Zeit habe es aber keinen Förderkreis gegeben, der die betroffenen Familien unterstützt. „Fördervereine brauchen eine öffentliche Plattform, damit sie bekannter werden. Mit den Benefiz-Veranstaltungen wollen wir das erreichen“, sagt Sylvia Hölzer.

Heinz-Gert Sester kennt sie aus der Schulzeit. Beide kommen aus Hürth. Wenn es um wohltätige Zwecke gehe, meint Hölzer, sei „Heinz-Gert direkt dabei“, beide haben die Kostümsitzung in Arnoldsweiler ins Leben gerufen. Sester kümmert sich um das Programm, Hölzer „von der Frikadelle bis zur Dekoration um den Rest“. Ab Aschermittwoch gingen die Planungen los, große Schwierigkeiten trotz großer Namen gab es aber nicht, erzählt Sylvia Hölzer. Den persönlichen Kontakten sei Dank. „Wir haben die Künstler angerufen, und keiner hat abgesagt. Die kölschen Künstler sind meist sehr bodenständig, man muss einfach nur anrufen.“ Für den guten Zweck würde man die Wunschkandidaten schnell gewinnen.

„Nach der Veranstaltung in diesem Jahr haben sich manche eine Woche später per E-Mail bedankt, dass sie dabei sein durften“, erzählt Hölzer, „da waren wir selbst etwas platt.“ Auf die Gage würden sie in der Arnoldusklause verzichten, die Veranstalter zahlen aber eine Aufwandsentschädigung für Transport und die Aufbauhelfer. Für Hölzer selbst wird der 5. Januar ein langer Tag, der Hotelbetrieb läuft ja regulär weiter. Für die kommenden Jahre wäre es gar eine Idee, eine größere Benefiz-Veranstaltung mit mehreren Organisatoren aufzuziehen. Ein weiterer gelungener Abend im neuen Jahr könnte dabei helfen.

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