Gürzenich - Bemühungen um die "World of Music" werden intensiviert

Bemühungen um die "World of Music" werden intensiviert

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
6828894.jpg
Wollen das Munitionsdepot zur „Welt der Musik“ umbauen: Rolf Delhougne (l., CDU) und Norbert Schmitz.

Gürzenich. Wenn Veranstaltungsmanager Norbert Schmitz und Rolf Delhougne von der CDU-Mittelstandsvereinigung über das von ihnen entwickelte Konzept eines Themenparks „World of Music“ auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Munitionsdepots in Gürzenich sprechen, geraten sie schnell ins Schwärmen.

Eine „Welt der Musik“ könnte zu einem touristischen Magneten weit über die Euregio hinaus und damit zu einem echten Alleinstellungsmerkmal für Düren werden, sind sie überzeugt. Norbert Schmitz sieht in den überwiegend noch gut erhaltenen Gebäuden des Depots bereits Ton- und Musikstudios, Museen für unterschiedliche Musikgenres und Künstler, Pavillons, in denen einzelne Länder ihre Musik und Kultur vorstellen, Souvenirshops und Restaurants. Auch für die gut 60 Bunker hat er Ideen. „Sie könnten von Bands als Proberäume genutzt werden, aber auch zu Übernachtungsquartieren mit ganz besonderem Charme umgebaut werden.“ Und natürlich gehört auch ein Open-Air-Gelände für Konzerte namhafter Bands und Sänger zum Konzept der „World of Music“.

Die Pläne sind ambitioniert. Das geben die Vordenker gerne zu. Und sie stoßen auch auf eine gehörige Portion Skepsis. Vor allem die Frage des Lärmschutzes bei Open-Air-Veranstaltungen steht im Raum.

Um die zu beantworten soll nun am 19. Juli 2014 ein groß angelegtes Konzert auf dem Gelände stattfinden. Einen entsprechenden Mietvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, der das 150 Hektar große Areal im Gürzenicher Wald gehört, hat Rolf Delhougne als Vorsitzender des Dürener Jazzclubs vor wenigen Tagen abgeschlossen. „Während des Konzerts soll ein Schallschutzgutachten erstellt werden“, erklärt Schmitz.

Und zu diesem Zweck sollen Künstler der verschiedensten musikalischen Stilrichtungen auf einer 20 Meter breiten und 15 Meter hohen Bühne auftreten, die auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz im südlichen Teil des Areals errichtet werden soll, der von dichtem Wald umgeben ist und damit schon einen natürlichen Schallschutz bietet. Zum Einsatz soll modernste Tontechnik kommen, kündigt Schmitz an. Mit Blick auf die westlichen und östlichen Nachbarn des Geländes sollen zudem aufblasbare Lärmschutzwände getestet werden. „Wir wollen den Nachweis erbringen, dass weder Anwohner noch die Natur über Gebühr belastet werden“, kündigt Schmitz an.

Ohne mit Blick auf die laufenden Gespräche mit Künstlern bereits Details verraten zu wollen, spricht der Veranstaltungsmanager von einem mehrstündigen Konzertprogramm mit nationalen und internationalen Newcomern, dem ein oder anderen Star und lokalen Nachwuchsbands.

Stadt muss sich beteiligen

Um die Bürger frühzeitig einzubinden, ist im Sommer auch ein „Tag der offenen Tür“ geplant, bei dem die Initiatoren das Projekt vorstellen wollen. Parallel zur weiteren Planung wollen Delhougne, Schmitz & Co. Anfang des Jahres Gespräche mit der städtischen Bauverwaltung führen. Denn ohne die Stadt könne das Projekt nicht realisiert werden, erklärt Delhougne. Nur wenn die Stadt zum Beispiel als Mehrheitsgesellschafter einer Projektentwicklungsgesellschaft mit im Boot sitze, könnte die Bundesanstalt von einer öffentlichen Ausschreibung des Areals absehen.

„Zur Finanzierung des Projekts haben wir bereits die Fühler in Richtung Musikindustrie ausgestreckt“, betont Norbert Schmitz. Delhougne könnte sich darüber hinaus in Zusammenhang mit der rund 120 Hektar großen Waldfläche aber auch einen Fonds für Ausgleichsflächen vorstellen, die bei Neubaumaßnahmen an anderer Stelle erforderlich werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert