Beim Rurtallauf geht es nicht nur um Leistung

Von: Dietmar Engels
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Im Hauptfeld des Dürener Rurtallaufes gingen 216 Läufer auf die Strecke. Foto: Dietmar Engels

Düren. Die Athleten fiebern dem Start entgegen. Noch ein paar aufmunternde Worte vom persönlichen Trainer und dann wird’s endlich ernst. Der Countdown läuft: Zehn lange Sekunden lang. Der von Dürens Bürgermeister Paul Larue abgegebene Startschuss hallt über die Jahnkampfbahn des Dürener Turnvereins.

Blitzschnell stürmen die Läuferinnen und Läufer auf die Strecke – 400 Meter lang, eine ganze Stadionrunde. Aber das macht den 25 Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren nichts. Natürlich halten sie durch und haben Spaß dabei.

Der Bambinilauf bei der großen jährlichen Laufveranstaltung der DTV-Leichtathleten unter der Leitung von Abteilungsleiter Gerhard Wiltschek ist immer ein Höhepunkt. Und keine Sorge: Die Kleinen werden hier nicht auf den letzten Metern von überehrgeizigen Müttern und Väter an einer Hand geschleppt und ins Ziel gezerrt.

Alles ist locker und entspannt, der Spaß steht im Vordergrund, nicht die Leistung. Eine Siegerehrung gibt es schon – ein wenig Ansporn, es beim nächsten Mal noch besser zu machen, kann nicht schaden. Und Verlierer gibt es nicht: Jedes Kind erhält eine Urkunde und eine Umhängemedaille.

Überhaupt ist der „Rurtallauf“ des DTV keine bierernste Leistungsschau. Die Veranstaltung spricht sowohl ambitionierte Sportler als auch Menschen an, die halt gerne laufen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Gewinner des Zehn-Kilometer-Hauptlaufes – Eddy Vandeputte vom A.C. Malmedy – nach 34:10,9 Minuten die Ziellinie überquert und der Letztplatzierte über 86 Minuten, also fast dreimal so lange braucht.

Macht nichts: Auch für das Schlusslicht findet Peter Borsdorff als Stadionsprecher noch ein paar anerkennende Worte. Der „Läufer mit der Sammelbüchse“ kennt fast alle Teilnehmer persönlich und spornt sie mit launigen Worten an, wenn sie auf die zweite von zwei Runden zu fünf Kilometern gehen. Borsdorff weiß sogar, wer bei „Familienrennen“ gerade führt.

Der „Rurtallauf“ ist auch deshalb so beliebt, weil die Strecke sehr reizvoll ist. Nach einer Stadionrunde geht es in die schöne Natur entlang der Rur. Flach ist der Kurs, aber wegen der vielen Kurven durchaus anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich.

Bei der nun schon 24. Auflage der Veranstaltung stimmte einfach alles: Gutes Wetter, familiäre Atmosphäre sowie beste Versorgung der Sportler mit Erfrischungsgetränken und Duschgelegenheiten. Der Erfolg spricht für sich: Über 400 Starterinnen und Starter, rege Beteiligung auch in den Jugendklassen – die gute Nachwuchsarbeit beim DTV trägt Früchte.

„Mehr wollen wir gar nicht“, sagt Pressesprecher Willi Trocha. „Bei noch mehr Teilnehmern könnten wir die Versorgung nicht mehr sicherstellen.“ Über 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Das ist ein Grund dafür, dass nur wenige DTV-Athleten in den Siegerlisten auftauchen. Auch die Spitzenleute machen bei der Organisation mit.

Die Ergebnisse gibt in aller Ausführlichkeit im Internet unter der Adresse: www.duerenertv.de.

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