Beim Chatten ist Schweigen Gold

Von: bel
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Gefahren im Internet? Während
Gefahren im Internet? Während „Captain@Sorglos” (Mitte) die Zuschauer davon überzeugen möchte, dass alles völlig unproblematisch ist, erleben Silvio (links) und seine Freundin Billa, was es heißt, im Internet gemobbt zu werden. Das Stück „Click it 2” zeigte Auswege aus der Mobbingfalle auf.

Düren. „Cyber-Mobbing” , sexuelle Gewalt durch Gleichaltrige im Internet, Pornografie als Beispiel für eine irregeleitete Sexualität, Handygewalt in den Schulpausen und in der Freizeit - das waren die Themen, die das „Zartbitter Präventionstheater Köln” 370 Schülerinnen und Schülern aus Realschulen und Gymnasien im Dürener Haus der Stadt vor Augen hielt.

Das Theaterstück „Click it 2” will Kindern und Jugendlichen zum einen helfen, nicht in die Mobbingfalle zu tappen, zum anderen - wenn die Falle denn schon zugeschnappt ist - aus dieser ohne große Blessuren herauszukommen. Eingeladen hatte der Verein „basta!”.

In „Click it 2” wird Protagonist Silvio von seinen Mitschülern hin- und hergeschubst, er wird gemobbt. Die Schauspieler auf der Bühne sind während des ganzen Auftritts in irgendeiner Form mit dem Computer beschäftigt oder haben das Handy am Ohr, so dass eine vernünftige Kommunikation nicht möglich ist. Immer wieder suggeriert „Captain@Sorglos”, dass das Internet ungefährlich ist. Dass dies nicht stimmt, zeigt das Geschehen auf der Bühne.

Das Präventionstheater möchte mit „Click it 2” das Internet keinesfalls verdammen. Vielmehr möchten die Schauspieler auf Gefahren hinweisen, die durch den ungezügelten Umgang mit dem Internet verbunden sind. „Click it 2” offenbart, dass viele Erwachsene keinen Schimmer davon haben, was Kindern und Jugendlichen im Internet und per Handy begegnet.

Schüler hingegen haben sehr früh schon Erfahrungen gesammelt oder zumindest davon gehört, was im Netz los ist. Sie werden mitunter auch mit pornografischen Bildern und Texten konfrontiert, im Internet oder per Handy bloßgestellt. Falsche Behauptungen lassen sich verbreiten, ohne dass jemand einschreitet. Opfer sind oft Außenseiter in der Pubertät, die meist wegen ihres Aussehens gehänselt werden. Überangepasste Kinder sind ebenfalls leichte Beute für Mobber.

Die Anonymität des Internets bewahrt den Täter davor, seinem Opfer in die Augen zu schauen. So fällt die soziale Kontrolle fort und viele Heranwachsende, so die Meinung vieler Psychologen, können ihre negativen Impulse nicht mehr zügeln. Umso wichtiger ist es - das lehrte das Stück - Informationen über die eigene Person nicht freizügig preiszugeben.

Ermöglicht wurde der lohnenswerte Theaterbesuch durch eine großzügige Unterstützung der „Regionalen Initiative Dürener Zahnärzte”.
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