Beifall der Bürger: Bezirksregierung lehnt Bebauungsplan „M4“ ab

Von: kin
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Das geplante Baugebiet in Meorde ist nicht mit dem Raum- und Landesplan der Bezirksregierung vereinbar. Foto: kin

Langerwehe. Die Töpfergemeinde wächst. Derzeit hat Langerwehe 14.871 Einwohner, vor zwei Jahren waren es noch knapp 1000 weniger. Die Gemeinde braucht also dringend neue Wohngebiete. Eins dieser Wohngebiete sollte im Bereich des alten Sportplatzes Merode entstehen.

Jedenfalls, das hatte der Bauausschuss Mitte März entschieden, soll der Flächennutzungsplan der Gemeinde entsprechend geändert werden. „M4“ heißt das geplante Wohngebiet in der Verwaltungssprache.

Schon im April hat sich in Merode großer Widerstand gegen das neue Wohngebiet, das 1,8 Hektar groß werden und 15 bis 20 Grundstücke haben sollte. Die Anwohner, die binnen kürzester Zeit mehr als 600 Unterschriften gesammelt hatten, befürchteten ein zu große Verkehrsaufkommen – nicht nur aufgrund der Baufahrzeuge – und bemängelten darüber hinaus die unmittelbare Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet. Seit Donnerstagabend ist klar: „M 4“ wird nicht realisiert.

Grund dafür sind allerdings nicht die Bürgerproteste, sondern eine eindeutige Positionierung der Bezirksregierung zu „M4“. Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU): „Wir haben ein Gespräch mit dem zuständigen Dezernenten der Bezirksregierung in Köln geführt. Und die Aussage war eindeutig: Das geplante Baugebiet ‚M4‘ ist nicht mit dem Raum- und Landesplan der Bezirksregierung vereinbar. Damit ist dieses Baugebiet endgültig vom Tisch.“

So viel Applaus, wie es nach diesem Satz von den vielen Zuschauern im Sitzungssaal des Rathauses gegeben hat, haben Ausschussvorsitzender Dieter Zietz (CDU) und die Kommunalpolitiker selten erlebt. Die Fraktionen begrüßten das Gespräch mit der Bezirksregierung und die entsprechende Entscheidung.

Weniger glücklich waren die zahlreichen Bürger aus Hamich, die zu der Sitzung gekommen waren. Der Kreis Düren plant ein geschlossenes Radwegenetz im gesamten Kreisgebiet; deswegen soll ein Radweg zwischen Hamich und Gressenich gebaut werden. In dem Zusammenhang soll die komplette Fahrbahn der K23, die in Hamich Heisterner Straße heißt, ausgetauscht werden. Gleichzeitig bietet der Kreis der Gemeinde an, da, wo es bisher noch keine Bürgersteige gibt (Hausnummern eins bis sieben), Gehwege einzurichten. Es hat eine entsprechende Bürgerversammlung gegeben, weil die Anwohner für die Kosten der neuen Bürgersteige aufkommen müssen. Ein Besucher sprach von Kosten in Höhe von 5000 Euro.

Trotzdem hat sich der Bauausschuss dafür ausgesprochen, dass der Bürgersteig entlang der Heisterner Straße in Hamich gebaut wird. „Natürlich können wir die Gründe der Radweg-Gegner nachvollziehen“, sagt Ludwig Leonards (SPD). „Die Vorteile der Bürgersteige überwiegen aber.“ Ähnlich sieht das auch CDU-Frau Astrid Natus-Can: „Die Bürgersteige bedeuten einen Mehrwert für ganz Hamich und die gesamte Gemeinde.“

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