Kreuzau - Bei der närrischen Inthronisation bebt die Festhalle

Bei der närrischen Inthronisation bebt die Festhalle

Von: kte
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Der neue Kreuzauer Prinz Manfred III. (Bolder/links) und „Ahle Schlupp“-Präsident Peter Kaptain während der Inthronisation in der voll besetzten Festhalle. Foto: Kevin Teichmann

Kreuzau. Von nun an schwingt Manfred III. (Bolder) in Kreuzau das närrische Zepter. Er löste am Samstagabend Jürgen I. (Maubach) ab, der sich noch einmal für die schöne Vorjahres-Session bedankte. Manfred III. ist seit 29 Jahren aktives Mitglied der KG „Ahle Schlupp“ Kreuzau.

Seine karnevalistische Karriere begann in einem Büttenredner-Duo. „Dä Lang un dä Schmal“ nannten sein Kumpane und er sich. Peter Kaptain, Präsident der „Ahle Schlupp“ erklärte vor der Inthronisation mit einem Augenzwinkern: „Dä Lang is immer noch lang, nur dä Schmal nit mehr so schmal.“ Um Manfred Bolder auch wirklich die Prinzenwürde übertragen zu dürfen, forderte Kaptain das Publikum in der gefüllten Kreuzauer Festhalle dazu auf, seine Zustimmung mit lautem Klatschen zu erteilen.

Es brauste ein tosender Applaus auf, und man hätte gut auf die Idee kommen können, die Festhalle habe angefangen zu wackeln ob der Lautstärke. So hatte Kaptain auch keine Mühe damit, Bolder zu inthronisieren. Des Prinzen Frau Christina Bolder charakterisierte ihren Mann, hob unter anderem seine einfühlsamen Seiten hervor, nannte ihn aber auch „dickköppig“ – eigentlich kein Wunder, ist der am 15. April 1970 geborene Prinz doch vom Sternzeichen Widder.

Bei den „Ahle Schlupp“ ist Manfred III. aus dem vereinseigenen TC „Edelweiss“ und den Funken-Knubbel „blau-wiss“ nicht mehr wegzudenken. Außerdem ist er Betreuer im alljährlichen „Schluppe“-Zeltlager. Und selbstredend sind auch seine Kinder Karnevalisten. Tochter Katharina tanzt in der Prinzengarde. Sohn Alexander trat mit einer Gesangseinlage souverän auf und wird gar Kinderprinz im Laufe der neuen Session (Inthronisation im Januar). In zahlreiche Gratulationen reihten sich 25 der 48 noch lebenden Ex-Prinzen ein.

Sie gaben einige karnevalistische – aber auf Kreuzau und „Manni“, wie sie den neuen Prinzen nannten, umgemünzte – Lieder zum Besten. Noch eine Ecke kreativer zeigten sich „family and friends“ des 82. Kreuzauer Prinzen: In einer Reihe saßen sie auf Stühlen auf der Bühne. Ein Spanntuch verdeckte alles oberhalb ihrer Knie. Auf denen waren Fotos der Gesichter des Prinzen und seiner Frau angebracht – und so sah es bei entsprechender Bewegung ganz so aus, als würde das Prinzenpaar tanzen.

Zwischen weiteren Gratulationen zeigten die Kreuzauer ihre besten Auftritte aus der vergangenen Session zur Auflockerung noch einmal. Sozusagen ein Best-of – und alles mit eigenen Kräften, denn die KG setzt nicht auf Auswärtige und schafft so eine hohe Identifikation mit dem Gemeindekarneval. So waren denn auch sämtliche Kreuzauer Vereine zugegen, um gemeinsam den Start in die fünfte Jahreszeit zu feiern.

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