Düren - Bei der Dürener Wehr „läuft es rund“

Bei der Dürener Wehr „läuft es rund“

Von: fjs
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Goldene und Silberne Ehrenzeichen des Landes NRW erhielten mehrere haupt- und ehrenamtliche Aktive der Feuerwehr Düren. Foto: Schröder
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Einer von rund 1000 Einsätzen: Ende 2015 rückte die Wehr zu einem Kellerbrand am „Fuchsberg“ aus. Foto: Johnen

Düren. „Aktuell gibt es nur wenig Grund zu klagen. Wir liegen gut im Beschaffungs- und Brandschutzbedarfsplan und sind so weitgehend zufrieden.“ In seinem letzten Jahresbericht als Stadtbrandmeister kamen von Feuerwehrchef Hans-Jürgen Pelzer im Gegensatz zu den Vorjahren keine kritischen Töne.

Im Gegenteil: Das Verhältnis der Wehrteile untereinander sowie zur Politik und Verwaltung sei ungetrübt. „Es läuft rund“, war die Schlussbilanz des scheidenden Stadtbrandmeisters.

Prüfungsstau

Die 682 Feuerwehrmänner und 37 -frauen – davon 108 im haupt- und 343 im ehrenamtlichen Einsatz – fuhren im vergangenen Jahr mit den 60 Spezialfahrzeugen insgesamt 957 Einsätze zu Bränden und Hilfeleistungen. Dreimal täglich rückte die Wehr im Durchschnitt aus. Zu Buche schlugen 18 751 Rettungseinsätze, der Notarzt war 3719 mal gefordert. Zudem wurden 5651 Fahrten vom Krankentransportdienst dokumentiert.

Beim vorbeugenden Brandschutz fehle eine Planstelle, so dass hier ein Prüfungsstau bestehe. Insgesamt 135 Sicherheitsdienstwachen häuften beim Personal 4433 Stunden an. Aushängeschild ist nach Pelzers Bericht die Jugendfeuerwehr mit ihren 106 Jungen und 18 Mädchen. Ein Dutzend Nachwuchsleute verstärken die aktive Wehr.

Ein neuer Rekord wird auch bei der Ausbildung gemeldet: 72 Personen aus dem Hauptamt der Feuerwehr nahmen an Fach- und Laufbahnlehrgängen im Feuerwehrinstitut Münster teil; der ehrenamtliche Teil meldet 6670 Ausbildungsstunden. Die Stadt als Feuerschutzträger kam ihrer Aufgabe mit umfangreichen Beschaffungen nach, und auch die An- oder Umbauten an den Feuerwehrgerätehäusern sind größtenteils abgearbeitet, hieß es im Bericht.

Appell an die Politik

Pelzer richtete noch einen Appell an die Politik. Die neuen gesetzlichen Vorgaben lassen zu, dass nach dem Verursacherprinzip bei grober Fahrlässigkeit die Kosten des Einsatzes in Rechnung gestellt werden können. „Wollen wir wirklich von einer Hausfrau, der das Essen auf dem Herd angebrannt ist, 700 Euro fordern?“, fragte Pelzer. „Dann könnte der lange erarbeitete gute Ruf unserer Feuerwehr schnell ruiniert werden.“ Breiten Raum nahm in der Versammlung der Wehr die Ehrung der langjährigen Mitglieder ein.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen NRW in Silber erhielten Michael und Heinz Josef Welsch (Mariaweiler), Marco Huppertz (Derichsweiler), Volker Schmitz (Gürzenich), Johannes Rothkranz (künftiger Wehrleiter), Stefan Kreischer, Daniel Drahts und Daniel Heinrichs (Hauptwache). Das Ehrenzeichen in Gold wurde vergeben an Volker Piepenhagen (LZ Mitte), Hermann Josef Harren und Willibert Wolff (beide Merken), Andreas May (Lendersdorf) sowie Michael Boving, Georg Deforne und Günter Thelen (alle Gürzenich). Der Kreisfeuerwehrverband zeichnete Michael Meuser (Lendersdorf) mit der Silbernen Ehrennadel aus.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Kurt Peterhoven, Josef Müller und Heinz-Josef Frauenrath vom Verband der Feuerwehren NRW geehrt. Die Feuerwehr Düren ehrte für 30-jährige Mitgliedschaft Manfred Ahsmann (Arnoldsweiler) sowie Thomas Quast und Peter Wolff (beide Merken), für 40-jährige Mitgliedschaft Arnold Malsbenden (Birkesdorf) und Klaus Peter Göddertz (Berzbuir) sowie für 45-jährige Mitgliedschaft Willi Bellartz (Merken). In Abwesenheit wurde Peter Frings senior (Lendersdorf) für seine 55-jährige Mitgliedschaft geehrt.

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