Düren - Bei den Dürener Jazztagen gießt es wie aus Eimern

Bei den Dürener Jazztagen gießt es wie aus Eimern

Von: inla, cro
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Noch einigermaßen gut gefüllt präsentiert sich der Museumsvorplatz, als am Samstag der große Regen aufgehört hatte. Foto: Latotzki (5), Rose (1)
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Tony Momrelle begegnet dem bescheidenen Wetter mit guter Laune. Das kleine Bild zeigt die Vorgruppe „Acoustic Five“. Foto: Latotzki (5), Rose (1)
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Dirigent Johannes Esser leitet den Projketchor der Cappella Villa Duria bei der „Latin Jazz Mass“ in der Marienkirche. Foto: Latotzki (5), Rose (1)
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Kontrabassist des „Tingvall Trios“, dem dreifachen Echo-Gewinner: Omar Rodriguez Calvo. Foto: Latotzki (5), Rose (1)
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Muss heute sein: Schutz vor denkbaren Terroranschlägen. Foto: Latotzki (5), Rose (1)

Düren. Wer die Fähigkeit hat, bei Dingen, die man nicht ändern kann, gelassen zu bleiben, erträgt es besser, wenn es bei den Dürener Jazztagen wie aus Eimern gießt, während auf der Bühne Programm geboten wird. Rolf Delhougne scheint die Gabe zu haben, in solchen Momenten ruhig zu bleiben. Der Vorsitzende des Dürener Jazzclubs steht unter einem Regenschirm, der ihn kaum vor den Wassermassen schützt, und sagt: „Was soll man machen.“

Auf der Bühne vor dem Hoeschmuseum spielen „Acoustic Five“, eine lokale Band, die sich mittlerweile einen Namen gemacht hat. Sie ist die Vorgruppe zu Tony Momrelle, der am Samstag beim Stadtwerke-Abend Topact auf dem Hoeschplatz ist. Und als der Brite die Bühne betritt, kann Delhougne aufatmen. Es regnet nicht mehr. Der Platz füllt sich noch einigermaßen passabel, die Feier kann beginnen. Momrelle hat gute Laune. Er gilt als der Stevie Wonder des 21. Jahrhunderts, was natürlich Lob, aber mehr noch eine Adelung ist. Momrelle hat eine feine Soulstimme und ist auch schon in anderen Städten als Düren aufgetreten. Seine Vita gibt auch Melbourne, Wien und London her.

Dass die Jazztage in diesem Jahr auf dem Hoeschplatz und nicht wie sonst auf dem Kaiserplatz stattfinden, begründet Rolf Delhougne so: „Wir hätten die Bühne auf der Busspur vor dem Rathaus am Freitag erst ab 14 Uhr aufstellen dürfen. Das reichte zeitlich nicht.“ Weil mittags noch Hunderte Schüler die Busse nutzen, konnte die Straße nicht gesperrt werden, sagt der Jazzclubchef. Deshalb wich die Veranstaltung vor das Museum aus.

Gleich nebenan gab es am Sonntagvormittag in der Marienkirche „The Latin Jazz Mass“, ein Werk von Kirchemusiker und Komponist Martin Völlinger. Im Altarraum stand ein Projektchor der Cappella Villa Duria unter der Leitung von Johannes Esser.

Da die Jazztage auch Nachwuchsmusikern eine Bühne bieten wollen, stand der Hoeschplatz am Sonntagnachmittag im Zeichen junger Künstler, die beim Talentcasting mitgemacht hatten. Die Siegerband „Shady Blue“ trat am Freitag beim Sparkassen-Abend auf, die unterlegenen Gruppen erhielten am Sonntag ihre Chance, sich zu präsentieren. Am frühen Abend spielte erst die Dürenerin Ina Hagenau mit Band bisweilen sehr gefühlvolle Songs – und ab 19 Uhr verlieh das dreifach mit dem Jazz-Echo ausgezeichnete „Tingvall Trio“ dem Hoeschplatz besonderen Glanz. Und: Der recht weitläufige Bereich war für einen versöhnlichen Abschluss gut gefüllt.

Die nächsten Jazztage sind übrigens schon terminiert und finden 2018 vom 6. bis 10. Juni statt – dann hoffentlich ganz ohne Regen.

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