Düren - Behutsam an das Thema Tod herangeführt

Behutsam an das Thema Tod herangeführt

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Behutsam wurden Kinder des 3. und 4. Schuljahres der Grundschule St. Nikolaus an das Thema Tod herangeführt. Die Kinder waren mit großem Eifer und Interesse bei der Sache.

Düren. Dass jeder irgendwann einmal sterben muss, wissen alle. Doch halten die meisten Menschen diesen Gedanken fern und meinen, dieses Thema besonders auch vor Kindern verschweigen zu müssen.

Dabei ist gerade eine frühe Auseinandersetzung mit dem Tod auch für Kinder ausgesprochen hilfreich, betont Psychologin Bettina Hagedorn von der Hospizbewegung Düren. Aus diesem Grund möchte der Verein im Rahmen der Initiative „Hospiz macht Schule” Kinder der dritten und vierten Klassen behutsam an diese Thematik heranführen.

Zu den ersten Teilnehmern aus dem Kreis Düren gehört die Grundschule St. Nikolaus in Rölsdorf. 17 Schüler der dritten Klasse beschäftigten sich mit sechs befähigten Ehrenamtlichen eine Woche lang intensiv mit dem Thema „Leben und Sterben als miteinander verbunden erfahren”. Dabei zeigten die Kinder Offenheit und Neugierde an diesem oft tabuisierten Thema.

In Kleingruppen zu vier Schülern unter der Leitung je eines geschulten Ehrenamtlichen hörten die Kinder Geschichten, tauschten ihre Erfahrungen aus, sahen einen Film und malten Bilder. So erarbeiteten sie die Themen Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, Traurig-Sein und Trost und Trösten.

Auch konnten die Schüler Fragen stellen zu Krankheiten und Leiden, die von der Ärztin Mechthild Lutz-Wirz beantwortet wurden. „Trotz der ernsten Themen hatten die Kinder viel Freude und waren mit ansteckender Begeisterung bei der Sache”, erzählt Willi Weyermann, der die Woche mit Elke Schotten, Christa Leroy, Uschi Keller, Mechthild Lutz-Wirz und Christa Hoppermanns durchführte.

Zum Ausklang des Projekts organisierten die Eltern ein Fest. Die Äußerung eines Kindes hierzu am letzten Tag, der unter dem Motto „Trost und Trösten” stand, mag stellvertretend für die Zeit stehen: „Jetzt bin ich traurig, dass die Woche schon zu Ende ist.”
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