Begeisterte Golferin: Ehrgeiz und viel Freude

Von: kin
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Leonie Schiffer aus Nideggen ist 15 Jahre alt und spielt seit neun Jahren Golf. Ende August geht sie für ein Jahr ins Ausland, genauer gesagt ins spanische Andalusien. Dort will sie ihr Handicap von 9,8 noch einmal deutlich verbessern. Foto: Kinkel

Nideggen/Düren. In diesen Wochen ist Leonie Schiffer aus Nideggen schon mal bis zu 60 Stunden auf dem Golfplatz. „Ich gehe morgens um 9 Uhr hin“, erzählt die 15-jährige Schülerin des Gymnasiums Kreuzau.

„Und abends um 21 Uhr wieder nach Hause. Aber das geht natürlich nur in den Sommerferien.“ Leonie spielt seit neun Jahren Golf im Golfclub Düren – genau wie 80 andere Kinder und Jugendliche auch. „Der Golfball“, sagt Leonie Schiffer, „fliegt erst dann weit, wenn man die Technik richtig gut beherrscht. Und für mich ist es eine riesige Herausforderung, diese Technik immer besser zu beherrschen.“

Wie gut ein Golfer oder eine Golferin ist, kann man an seinem sogenannten Handicap messen. Wer, ganz einfach erklärt, die 18 Bahnen eines Golfplatzes mit 72 Schlägen schafft, hat Handicap 0. Leonie, und das ist schon ziemlich gut, hat Handicap 9,8. Das heißt, sie braucht im Schnitt für die 18 Löcher des Golplatzes 81,8 Schläge.

„Zuerst macht man seine Platzreife“, erzählt die Schülerin. „Und wenn man dann anfängt, Turniere zu spielen, bekommt man ein Handicap.“ Das erste Handicap ist 54, mit jeder Turnierteilnahme und einem entsprechend guten Ergebnis können die Golfer es verbessern. Leonie: „Mein Ziel ist es, noch dieses Jahr das Handicap unter 8 zu drücken. Aber das wird schwer.“

Die Schülerin, die nach den Sommerferien für ein Auslandsschuljahr nach Andalusien in Spanien geht, ist durch ihre Großeltern zum Golfen gekommen. „Ich bin mit Oma und Opa auf den Platz gefahren und fand das von Anfang an toll, wie weit die Bälle fliegen.“

Mittlerweile, sagt das junge Mädchen lachend, sei sie so oft auf dem Golfplatz, dass ihre Eltern auch mit diesem Sport angefangen hätten. Leonie ist ziemlich ehrgeizig. Nicht nur, dass sie zweimal in der Woche mit einem professionellen Golftrainer trainiert, während der Schulzeit übt sie mindestens zwei weitere Male allein und spielt fast jedes Wochenende Turniere.

Mit den Junioren des Golfclubs Düren spielt sie in der Landesliga, der zweithöchsten Klasse in Nordrhein-Westfalen. Mit der Damenmannschaft ist sie in der Gruppenliga aktiv. „Beim Golfen“, erzählt das Nachwuchs-Talent, „kommt es auf jeden Schlag an. Ein Schlag, der nicht so gut geklappt hat, kann einem wirklich den ganzen Tag vermiesen.“

Neben der körperlichen Herausforderung – Golf ist ein technisch sehr anspruchsvoller Sport, weil es komplizierte Bewegungsabläufe zu koordinieren gilt – gefällt es Leonie besonders, dass man selbst sein schwerster Gegner ist. „Es kommt nicht unbedingt darauf an, das Turnier zu gewinnen“, sagt sie. „Es kommt darauf an, möglichst gut zu spielen, um sein Handicap zu verbessern.“

Dass auf dem Golfplatz feste Regeln befolgt werden müssen und beispielsweise Jeanshosen verboten sind, stört Leonie Schiffer nicht. „Warum denn?“, fragt sie. „Wir dürfen keine Jeans anziehen und unsere T-Shirts müssen einen Kragen haben. Das ist aber doch kein Problem.“

Klar, dass die 15-Jährige ihr Auslands-Schuljahr auch deswegen auf einer internationalen Schule in Andalusien macht, weil es dort viele Golfplätze gibt. „Eigentlich in jedem Ort“, erzählt sie. „Es ist mir schon wichtig, in dem Jahr gut Englisch und Spanisch zu lernen. Aber ich hoffe auch, dass ich noch Zeit genug habe, um nachmittags Golf zu spielen.“

Leonie kann sich durchaus vorstellen, nach dem Abitur „irgendetwas mit Golf“ zu machen. „Ich weiß nicht, ob ich gut genug werden kann, um Golf-Profi zu werden. Aber es würde mir zum Beispiel gefallen, als Trainerin zu arbeiten.“

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