Begegnungen bringen den Dialog auf Trab

Von: Christoph Hahn
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Haben zusammen für die Interkulturelle Woche in Düren ein dickes Programmpaket geschnürt: Yousef Momen, Birgit Franz, Gabi Freitag und Saffet Akkas (vordere Reihe, von links) sowie Dirk Hürtgen und Bürgermeister Paul Larue. Foto: Hahn

Düren. Saffet Aktas bringt die Sache auf den Punkt: „Es gibt ja noch Leute, die seit zig Jahren neben einander leben - und sie kennen sich trotzdem nicht”, fasst der Dürener mit türkischen Wurzeln seine Bestürzung in Worte.

Doch wie andere zugewanderte und alteingesessene Bewohner der Kreisstadt will er es nicht damit bewenden lassen, den immer noch stockenden Dialog zu beklagen. Statt dessen hat sich Aktas mit Deutschen und Migranten zusammen getan und auch in diesem Jahr wieder eine „Interkulturelle Woche” organisiert. Diese Veranstaltungsreihe, die auch als „Woche der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger” firmiert, bietet vom 25. September bis zum 4. Oktober eine Fülle von Gelegenheiten zum Dialog.

Insgesamt 15 Veranstaltungen listet ein Faltblatt auf, das ab sofort im Bürgerbüro am Markt und an anderen öffentlichen Orten erhältlich ist. Ein Motto gibt es in diesem Jahr ebenfalls: „Zusammenhalten - Zukunft gewinnen” heißt es. Dürens stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Freitag fasst es auf ihre Weise in Worte: „Darzustellen, dass wir einander etwas zu geben haben - das ist eine Gemeinschaftsaufgabe.”

Einander etwas geben, den Austausch von Mensch zu Mensch beginnen - der Versuch, so in Düren für etwas mehr Lebensqualität zu sorgen: Das beginnt am Samstag, 25. September, mit dem Fest der Kulturen ab 17.30 Uhr im Saal der evangelischen Gemeinde am Wilhelm-Wester-Weg. Folklore, Musik und Tanz: Das Programm ist so bunt wie die Menschen ringsum.

Der interkulturellen Höhepunkte gibt es jedoch noch mehr: Ein Kleinfeld-Fußball-Turnier für Jungen und Mädchen von neun bis 13 Jahren (Sonntag, 26. September, ab 10 Uhr auf der Wiese neben dem Sportpark in Niederau) zählt ebenso dazu wie ein Rundgang durch das multireligiöse Düren (Dienstag, 28. September, 18.30 Uhr ab Papst-Johannes-Haus am Annaplatz), das deutschsprachige Freitagsgebet am 1. Oktober zwischen 13.45 und 14.45 Uhr (Schulstraße 51). oder die Modenschau „Africa On Stage” (Samstag, 2. Oktober, 16 Uhr, „MultiKulti”, Stolzestr. 7).

Es sind aber auch die weniger spektakulären Ereignisse, die ebenso geeignet sind, Menschen ins Gespräch mit einander zu bringen. So spielen Schüler und Schülerinnen am Montag, 27. September, 19 Uhr, in den Räumen des Kurdischen Kulturvereins (Rütger-von-Scheven-Str. 3) ein Konzert auf dem orientalischen Zupfinstrument Saz. Das „MigrantInnen-Netzwerk gegen Gewalt” setzt am Donnerstag, 30. September, 18 Uhr, in der DITIB-Moschee (Veldener Str. 63) ein Zeichen. Programmatisch wirkt in jedem Fall der Titel der Medienausstellung in der Stadtbücherei (Stefan-Schwer-Str. 6): „Ihr seid Deutschland, wir auch”.
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