Begegnung - im Gebet und an der Cocktailbar

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
Laden zur achten „Nacht der o
Laden zur achten „Nacht der offenen Kirchen” ein: Pfarrerin Vera Schellberg, Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz und Monika Ollig. Foto: Johnen

Düren. Im vermeintlich Bekannten gibt es durchaus Neues zu entdecken. „Wir laden dazu ein, Raum und Inhalt anders zu erleben”, stellten Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz, seine evangelische Kollegin Pfarrerin Vera Schellberg und Monika Ollig vom ökumenischen Vorbereitungskreis das Programm der achten „Nacht der offenen Kirchen” vor.

Am Freitag, 30. September, öffnen zwölf Gotteshäuser ihre Pforten und laden von 20 Uhr bis Mitternacht Menschen zur Begegnung ein. Wie in den vergangenen Jahren soll die Nacht ein Erlebnis für alle Sinne sein. So steht die stille Anbetung ebenso auf dem Programm wie Gospels zum Mitsingen, Kunstausstellungen und Breakdance.

„Wir müssen uns stets neu die Frage stellen, wie wir Formen, Sprache und Symbole finden, die die Lebenswelt der Menschen treffen”, sagte von Danwitz. Auch Neugierige, die sonst vielleicht einen Bogen um die Sakralbauten machen, sollen den Weg ins Innere finden.

So präsentieren sich in diesem Jahr beispielsweise erstmals Vereine und Institionen in der Lendersdorfer Pfarrkirche St. Michael, die nicht direkt etwas mit kirchlichem Leben zu tun haben. Amnesty International, die Dürener Tafel und das Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt stellen sich selbst und ihre Arbeit vor.

„Musik für die Seele”

„Musik für die Seele” ist das Programm in der Kirche der LVR-Klinik überschrieben. Ab 20 Uhr gibt es afrikanische Lieder, irische Klänge herrschen ab 21 Uhr vor. Klang-Zeremonien und Meditation stehen ab 22 Uhr auf dem Programm. Die stille Anbetung steht in St. Peter Julian im Mittelpunkt. Einer der Patres steht zum Gespräch bereit. Im Haus St. Anna rückt die „Selbsterfahrung Alter” in den Mittelpunkt der Betrachtungen.

Lieder und Texte von Taizé erklingen in der Caritas-Kapelle an der Friedrichstraße, und in St. Jossef stellt Astrid Probst Bilder zur Schöpfungsgeschichte aus. Um 23.15 Uhr wird eine Messe zur Mitternacht gefeiert. In der Marienkirche liegt mit „sehen und hören - hören und sehen” der Fokus auf Musik, Farbe und den Bildern von Angela Berger. Die Christuskirche wird erneut zur „Jugendkirche”. Neben Gospels zum Mitsingen gibt es Auftritte von Jugendbands, Jugendchören, Rappern und Breakdancern. Zudem wird eine Coktailbar vom Jugendtreff „Underground” aufgebaut. Zum Abschluss der Nacht wird um 23.15 Uhr in der Annakirche ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.

Um die einzelnen Gotteshäuser leichter erreichbar zu machen, hat die Kreisbahn Sonderfahrten organisiert. Auf vier unterschiedlichen Routen sind Busse kostenlos unterwegs, um die Besucher von der Innenstadt in die Kirchen der Stadtteile und zur LVR-Klinik zu bringen. Ab dem Kaiserplatz fahren um 23.53 und 0.53 Uhr Nachtbusse in alle Richtungen.

Das Programm samt Busfahrplan liegt an zentralen Stellen in der Dürener Innenstadt aus. Es ist auch in den Kirchen und Pfarrbüros erhältlich.
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