Beatszene soll wieder zum Leben erweckt werden

Von: Hannes Schmitz
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Sie wollen den Beat wieder aufleben lassen: Die Shakers spielen in der Mainacht im Landhaus Welk unter dem Motto „Beat in den Mai“. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Peter Frauenrath, Urgestein der Dürener Musikszene und Initiator einer Eventreihe im Multikulti im Haus der Stadt, hatte ein Problem. „The Beat must go on“, dachte er sich und hatte damit auch das Motto der diesjährigen Veranstaltung gefunden, aber noch keine Band, die den Sound der 1960er Jahre beherrschte.

In vielen Sälen spielten Imitatoren von Beatles oder Stones, Shadows oder Spotnicks. Ein Treffpunkt für die Cover-Bands war dabei die Stadthalle mit ihren Schülerbällen und „Urgammelkuren“, die Säle Moers, Fuchs und Muschenich, die Jugendheime, das „Sportplais“ in Merken.

Zündende Idee

Die Stadthalle wurde platt, so manche Säle dicht gemacht. Die Beatszene sollte aber nach dem Wunsch des Altrocker wieder aufleben. Und da kam ihm die zündende Idee. Er fuhr nach Birkesdorf und schellte bei Wolfgang Engels. Ein Architekt, der als Schüler Frontmann der lokal und regional bekannten Shakers war.

Der ließ sich nicht lange bitten, und schnell stießen Peter Leisten und Heinz Hoffman. Der Auftritt im Multikulti wurde nach nur „fünf Knallproben“, sagt Wolfgang Engels, zum Erfolg und soll zu einer ganzen Erfolgsgeschichte werden mit dem alten Bandnamen „Shakers“. Seit Wochen wird nun regelmäßig geprobt.

Vom Leistungsvermögen kann man sich am Donnerstag, 30. April, im Landhaus Welk überzeugen. Gestandene Männer stehen dann auf der Bühne, die sich den Hits der sechziger Jahre verschrieben haben. „Rüstige“ Männer, die Paul McCartneys „When I‘m sixty four“ schon lange hinter sich gelassen haben, aber nicht die Erinnerung an eine Zeit, als alte Radios noch als Verstärker her halten mussten. Irgendwann begann die Disco-Welle, Live Musik war nicht mehr besonders gefragt.

Wolfgang Engels blieb der Musik aber treu und spielte nach dem Ende seiner ersten Formation noch in anderen Bands, griff nicht nur in die Saiten, sondern auch zum Stift und arbeitete sich vom Bauzeichner hoch zum Architekten und zaubert heute wieder die Klangarchitektur der Oldies auf die Bühne. Ihm zur Seite steht Peter Leisten, ein Routinier und Vollblutmusiker am Bass. In den 1960er Jahren rockte er bei den „Beatrockers“ und der „LSD-Band“ und wurde Anfang der 70er Jahre Profi-Musiker.

Er tourte mit der „Hokuspokus Band“ zehn Jahre durch Europa und gründete dann mit der „Aquarius Show Band“ sein eigenes Ensemble. Er war Mit-Initiator des Behördenballs und zuletzt mit den „Four Kings“ aktiv. Auf sein Alter angesprochen gibt es für ihn nur ein Credo: „Ich möchte spielen und musizieren, bis die letzte Saite reißt“.

Die Rhythmus -Gitarre spielt Peter Frauenrath, ein „Beater“ und Blues-Musiker mit einem besonderen Faible für Rory Gallagher. Er ist als Musiker auch in der heutigen Musikszene fernab der Klassik unterwegs, zupft den Bass oder spielt Gitarre. Damit sein Plädoyer „The Beat must go on!“ auch umgesetzt werden konnte, brauchte das Trio einen Schlagzeuger und fand ihn im ehemaligen „LSD-Mitglied“ Heinz Hoffmann. Ab 20 Uhr spielen die Shakers am Donnerstag, 30. April, unter dem Motto „Beat in den Mai“ im Landhaus Welk, Welk 6, Kreuzau. Die Karten kosten pro Stück sechs Euro.

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