BC-Gründungsmitglied: Badminton ist das Leben von Fritz Dahman

Von: Kevin Teichmann
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Die Jubiläumschroniken (25. Und 50. Geburtstag) und der Holzschläger: Fritz Dahmann, eines von 13 Gründungsmitgliedern des 1. BC Düren, ist präpariert für den Geburtstag seines Clubs. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Gerade einmal 300 Meter Fußweg von der Haustüre bis zur Pforte der Turnhalle des Nelly-Pütz-Berufskollegs: Fritz Dahmann schätzt diesen Luxus, würde aber wohl ein Vielfaches dieser Strecke hinter sich bringen, um die Heimspiele des 1. Badminton-Club Düren mitverfolgen zu können.

„In der abgelaufenen Saison habe ich nur ein einziges Spiel verpasst“, sagt der 78-Jährige. Doch Fritz Dahmann ist nicht etwa so etwas wie ein Edel- oder gar ein Erfolgsfan. Er ist ein Mann der ersten Stunde. Der allerersten.

Denn Fritz Dahmann darf sich Gründungsmitglied nennen. „Ich bin das einzige Gründungsmitglied, das auch heute noch im Verein ist“, erklärt er lächelnd und möglicherweise auch ein wenig stolz. Das dürfte er auch mit Fug und Recht sein. 60 Jahre ist sein Club in dieser Woche geworden. „Alle Höhen und Tiefen habe ich miterlebt“, berichtet er und nickt vielsagend.

Ideengeber für die Gründung sei Helmuth Profitlich gewesen. Profitlich lebte noch nicht lange in Düren, war beruflich bedingt in die Rurstadt gezogen. „Er kam aus Siegburg, und dort gab es bereits einen der wenigen Badminton-Clubs in NRW.“ Kurzerhand gründeten 13 Badminton-Interessierte den 1. BC Düren.

„Den ersten Spielbetrieb hatten wir in der Turnhalle der Rölsdorfer Schule. Wir mussten weite Wege machen, weil die Vereine so weit verstreut waren. Der 1. BC Düren war erst der 43. Badminton-Club in NRW“, erinnert sich Dahmann an die Anfänge. „Vom ersten Training an hat mich dieser Sport gepackt“, schwärmt Dahmann.

Und damals war der Badminton-Sport noch mit einigen Schwierigkeiten behaftet. „Wir durften die Spielfeldmarkierungen wegen der Hallenbestimmungen nicht aufkleben. Deshalb haben wir anfangs Bänder mit schweren Metallplatten befestigt“, sagt Dahmann und lacht. Findig waren Dahmann und seine Freunde auch bezüglich der Hallennutzungszeiten.

„Das Training fand immer montags und donnerstags statt. Ab und zu durften wir aber auch samstags in die Halle, wenn wir vorher mit dem Hausmeister darüber sprachen – der war uns aber immer gut gesonnen“, erklärt er augenzwinkernd. Die Schläger seien damals übrigens noch aus Holz gewesen. Da es Badminton-Utensilien zu dieser Zeit noch gar nicht in Düren zu erwerben gab, bestellte Dahmann bei einem entsprechenden Händler aus Wiesbaden.

Aber auch der Sport an sich habe sich verändert. „Heute ist Badminton viel athletischer und schneller. Auch das Training ist professioneller worden“, meint Dahmann. Er selbst lernte „die ersten Tricks und Kniffe“ von einem indonesischen Studenten der Aachener RWTH: „Ridwan hat uns Schlagtechniken und vieles mehr beigebracht.“ Auch nach seiner aktiven Zeit „pilgerte“

Dahmann weiterhin zum BCD, erlebte die großen Erfolge der jüngeren Vergangenheit hautnah mit: „Dass der 1. BC Düren einmal in der Bundesliga spielen würde, war ein Traum, der in Erfüllung ging. Nun ist er in der abgelaufenen Spielzeit sogar Dritter geworden, das war eine Weltklasse-Leistung. Ich war schon ein bisschen enttäuscht, dass es in dieser Spielklasse nicht mehr weitergeht – finanzielle Aspekte müssen aber beachtet werden“, sagt Dahmann und fügt an: „Ich gucke auch in der Bezirksklasse weiterhin die Spiele.“ Der Grund liegt für Fritz Dahmann, den Gründer, auf der Hand: „Der 1. Badminton-Club Düren ist mein Leben!“

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