BC Düren will den Schwung mitnehmen

Von: Hannes Schmitz
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Das Dürener Mixed Jelle Maas/Sonja de Visch Eijbergen steht bei der Heimpartie gegen den TSV Trittau vor einer schwierigen Aufgabe. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Das Gastspiel beim TV Refrath wurde zum erfolgreichen Rückrundenstart für den 1. BC Düren in der Badminton-Bundesliga. Mit 4:2 wurde der Dauerrivale besiegt. Damit glückte die Revanche für die 1:5-Heimniederlage in der Vorrunde.

Die Partie selbst war einen Begegnung zweier ersatzgeschwächter Teams, was sich zumindest auf Gastgeberseite schon im Vorfeld andeutete. Die Gäste von der Rur mussten auf Rajiv Ouseph verzichten, die Heimmannschaft auf ihre Einzelspielerin Jenny Wallwork. Die beiden Engländer hatten ein ungeplantes „Stelldichein“ im Flieger. Um 8.05 Uhr sollte das Flugzeug in London starten, hob aber nicht ab. Für die Sportler begannen die Wartezeiten, die Vereine saßen auf heißen Kohlen, die geplanten Mannschaftsaufstellungen kippten. Irgendwann schwang sich der Flieger in die Lüfte und landete in Düsseldorf. Um 16.30 Uhr erreichten die beiden Akteure die Refrather Halle, in der gerade die letzten Ballwechseln stattfanden.

Für Düren war das alte Problem erneut sichtbar geworden. Fehlt der Vize-Europameister, kann der BC gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte seine Herreneinzel nicht durchbringen. Carl Baxter (13:21, 15:21) und Koen Ridder (11:21,15:21) hatten keine Chancen gegen Richard Domke und Fabian Roth. Allerdings setzte das Herrendoppel Jelle Maas/Koen Ridder seinen Aufwärtstrend fort und ließ Rahael Beck und Denis Nyenhuis beim 21:13 und 21:9 keine Chance.

Im Dameneinzel zeigte Soraya de Visch Eijbergen ihre Klasse und mit Ilse Vaessen im Doppel (21:13/21:15) gegen Jennifer Karnott und Janice Kaulitzky, die auch das Einzel bestritt. Nervenaufreibend war vor allem für Rolf Pütz, Vorsitzender des BC, das Mixed. Einen klarer ersten Satz gab es mit 21:15 für die Paarung Jelle Maas und Ilse Vaesen, dann die typische Schwäche der Dürener im zweiten Satz beim 16:21 gegen Raphael Beck und Jennifer Karnott sowie die Angst, den dritten Satz wie sonst üblich zu verlieren. Doch diesmal behielt das BC-Mixed mit 21:16 die Nase vorne und sicherte den Gesamtsieg.

„Ein Erfolg“, so glaubt Rolf Pütz, „der Selbstvertrauen für die Heimpartie gegen den TSV Trittau gibt“. Am Dienstagabend sind die Gäste aus Norddeutschland, die mit Düren eine herzliche Freundschaft verbindet, Gegner in der Sporthalle an der Zülpicher Straße 50.

Um 19 Uhr beginnen die ersten Ballwechsel. In der Bundesliga-Tabelle zöge der BC mit einem Sieg an Trittau vorbei, die völlig überraschend am jüngsten Spieltag dem Deutschen Meister aus Lüdinghausen das Nachsehen gaben. Dennoch rechnen sich die Dürener Chancen aus. Rajiv Ouseph ist am Start und dürfte für einen Punkt sorgen – egal ob er auf Kennth Jonassen oder Ary Trisnanto trifft. Carl Baxter dürfte gegen einen dieser Gegner chancenlos sein. Anders sieht es bei Soraya de Visch Eijbergen aus, die wieder zur Trumpfkarte werden dürfte und vielleicht Ilse Vaessen zu einer Leistung mit reißt, die zu einem Erfolg im Damendoppel führt.

Offen erscheint auch der Ausgang im Gemischten Doppel und Herrendoppel. Möglicherweise können sich Koen Ridder/Jelle Maas für die Dreisatz-Niederlage im Vorrundenspiel revanchieren, als sie den einzigen Dürener Punkt abgaben. 5:1 endete das Hinspiel für den BC.

Mit einem solchen Ergebnis rechnet Rolf Pütz nicht. Sein Bauchgefühl sendet ihm aber positive Vorzeichen. „Es wird ein spannendes Spiel auf Augenhöhe“, resümiert er und hofft zumindest auf ein Remis. Wenn allerdings das Saisonziel Platz Fünf in der Abschlusstabelle nicht verfehlt werden soll, muss schon ein Erfolg her.

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