Düren - BC Düren und TSV Trittau liefern Spiel der europäischen Spitzenklasse ab

BC Düren und TSV Trittau liefern Spiel der europäischen Spitzenklasse ab

Von: Hannes Schmitz
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Spielten ein tolles Mixed: Ilse Vaessen und Jelle Maas, dem überragenden Spieler in der Partie gegen den TSV Trittau. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Von Beginn an entwickelte sich das Spiel in der Badminton-Bundesliga zwischen dem 1. BC Düren und dem TSV Trittau zu einer rassigen Partie, die gerechterweise 3:3 endete. Die Zuschauer erlebten erstklassigen Sport und übten sich in der Sangeskunst, als sie vor Spielbeginn mit einem „Happy Birthday“ Soraya de Visch Eijbergen hochleben ließen.

Geburtstagsgeschenke bekam die nun 23-Jährige von ihren Kontrahentinnen nicht. Vielmehr erwies sich das Damendoppel, das sie mit Ilse Vaessen spielte, erneut als ein Schwachpunkt. Schnell lagen die Dürenerinnen im ersten Satz zurück, kämpften sich aber plötzlich mit einer Energieleistung wieder heran und verloren knapp 19:21. Der Frust saß wohl tief, der zweite Satz wurde nach einem unerklärlichen Fehler-Festival mit 10:21 abgegeben.

Wer seine Aufmerksamkeit auf das zweite Feld richtete, wo das Herrendoppel stattfand, erlebte einen überragenden Jelle Maas. Seine Spielauffassung, seine Dynamik und sein Einsatzwillen rissen Partner Koen Ridder mit, der noch unter Jetlag-Nachwehen litt. Der bedingungslose Einsatz war erfolgreich. Das favorisierte Trittauer Doppel Ary Trisnanto und Nikolaj Persson hatte 18:21 und 16:21 das Nachsehen.

„Die Beiden scheinen endlich auf der Erfolgsspur zu sein“, kommentierte BC-Vorsitzender Rolf Pütz das überzeugende Auftreten. Pütz wurde allerdings etwas blass um die Nase, als er das Spiel des Dürener Spitzenmannes Rajiv Ouseph gegen den Trittauer Kenneth Jonassen betrachtete. Der Gast aus dem hohen Norden, in vergangenen Zeiten des öfteren Europameister, erwischte eine „Sternstunde“. Im ersten Satz lieferte sich der Ü40er ein packendes Duell mit Rajiv Ouseph, das europäischen Spitzenformat erreichte und phasenweise Weltklasse-Badminton“ bot.

Technische Raffinesse

In dieser Begegnung war alles drin. Technische Raffinesse, gewitzte und strukturierte Spielgestaltung, ein vielfältiges Schlagrepertoire – die Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht heraus. Und auch der Dürener Vizeeuropameister nicht.

Er verlor den Satz mit 19:21 und auch sein Selbstvertrauen. Jedenfalls hatte der Däne, der einst als englischer Nationaltrainer Rajiv Ouseph betreute, leichtes Spiel und deklassierte einen völlig entnervten Dürener mit 10:21.

Pütz konnte erst wieder lächeln, als das Mixed nach tollem Kampf den ersehnten dritten Punkt holte und das Unentschieden rettete. In der Zwischenzeit hatte Carl Baxter sein Einzel nach aufopferungsvollem Kampf in drei Sätzen gegen Nikolaj Persson verloren (21:17, 6:21, 14:21). „Not amused“ war das Publikum über das Verhalten der Engländerin Kate Robertshaw, die nach zwei Ballwechseln aufgab.

So war Zeit und Muße, sich dem Gemischten Doppel zu widmen, in dem Jelle Maas Dreh- und Angelpunkt war und er es mit Charme schaffte, seine Partnerin Ilse Vaessen auf einen besseren Leistungsstandard als im Damendoppel zu bringen.

Ganz eng verlief der erste Satz, als sich die Dürener erst kurz vor Schluss zum 21:17 gegen Ary Trisnanto und Iris Tabeling absetzen konnten. Der zweite Satz schien schon fast bei einer 16:7-Führung gegessen, als die Gäste aufdrehten, das Dürener Paar die Nervenflatter bekam, das Publikum mucksmäuschen still wurde und dann wieder jubelte, als Maas und Vaessen aus ihrem zeitweiligen Dornröschenschlaf aufwachten und die Partie noch mit 21:16 nach Hause schaukelten.

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