BC Düren startet mit Doppelspieltag in die neue Saison

Von: Kevin Teichmann
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Düren. Heute startet die Badminton-Bundesliga. Und das gleich mit einem Doppel-Spieltag. Der 1. Badminton-Club Düren muss gleich gegen zwei qualitativ gute Teams ran.

Zunächst geht es heutezum Top-Team TV Refrath. Hier müssen sich Dürens Badminton-Asse schon strecken, um Zählbares mitzunehmen. Am Sonntag folgt das erste Heimspiel an der Zülpicher Straße. Zu Gast in der Halle des Nelly-Pütz-Berufskollegs ist dann der 1. BV Mülheim. Dann können die Fans des BC Düren erstmals ihre neue Mannschaft in einem Pflichtspiel begutachten.

Trotz einiger Wechsel gibt es aber auch ein altbekanntes Gesicht in Reihen des BC. Jelle Maas ist zurück. Der Niederländer spielte in der vergangenen Saison in der dänischen Profi-Liga, hatte aber schon bei seinem Wechsel aus Düren dorthin angekündigt, dass er sich ein weiteres Engagement in Düren vorstellen könne. „Und er hat Wort gehalten“, strahlt BC-Vorsitzender Rolf Pütz über beide Ohren.

Generell darf man den BC-Fans fast schon das Erlernen der niederländischen Sprache ans Herz legen. Denn Maas bildet mit Ruben Jille (Doppel), Mark Caljouw (Einzel) und Cheryl Seinen (Doppel, Mixed) einen vierköpfigen Niederlande-Block.

Seinen ist ein großes Nachwuchstalent. Sie erhofft sich, in Düren den nächsten Schritt in ihrer Karriere vollziehen zu können. Hinzu kommt die Kroatin Stasa Poznanovic (Doppel, Mixed), Kai Schäfer (Einzel), Michael Pütz (Einzel) und Achtelfinal-Olympionikin (wir berichteten) Maria Ulitina (Einzel).

Alle Beteiligten müssen sich mit einigen gravierenden Änderungen im Vergleich zur letzten Spielzeit auseinandersetzen. Die Gremien möchten 1. und 2. Bundesliga näher aneinanderrücken lassen. Ziel ist es, darüber die Attraktivität der Bundesliga zu erhöhen. Betroffen sind neben der Zählweise auch die Anzahl der Spiele pro Begegnung, der Play Off-Modus um die Meisterschaft und Auf- bzw. Abstiegsregelung. So umfassende Änderungen gab es schon lange nicht mehr.

Zählweise: Gespielt werden drei Gewinnsätze bis elf Punkte, wobei eine Verlängerung bis 15 Punkte möglich ist. Steht es 10:10, gewinnt die Seite, die zuerst zwei Punkte Vorsprung hat. Kommt es dabei zum Stand von 14:14, entscheidet der nächste Punkt (15:14).

Anzahl Matches pro Begegnung: Gegen Refrath erlebt es der BC Düren zum ersten Mal. Sieben statt sechs Duelle. Von nun an gibt es neben 1. Männer-Einzel, 2. Männer-Einzel, Frauen-Einzel, 1. Männer-Doppel, Frauen-Doppel und Mixed auch noch ein zweites Männer-Doppel. Damit schafft der Deutsche Badminton-Verband das Unentschieden ab.

Punktevergabe: Wenn es kein Remis mehr geben kann, muss natürlich auch eine andere Punktezählung her. Um einen Anreiz zu bieten, bis zum Schluss zu kämpfen, gibt es eine gestaffelte Punktevergabe: Bei einem Endstand von 7:0 oder 6:1 bekommt der Sieger drei Punkte. Bei 5:2 erhält der Gewinner zwei Punkte. Bei einem 4:3 erhält der Gewinner zwei Punkte, der unterlegene Verein aber immerhin noch einen Punkt. Gezählt werden künftig nur noch Pluspunkte.

Play-Offs: Qualifizierten sich bis dato nur die drei Vereine, die nach Beendigung der Punkterunde die Plätze eins bis drei in der Tabelle belegten, für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft, haben nunmehr sechs der insgesamt zehn Teams die Chance, sich die Meisterschaft zu sichern.

Auf- und Abstiegsregelung: Zuletzt stiegen der Tabellenzehnte und der -neunte nach der Punkterunde automatisch aus der 1. Bundesliga in die jeweilige 2. Bundesliga ab. Umgekehrt hatten der Meister der 2. Bundesliga Nord und der Meister der 2. Bundesliga Süd das Recht, zur nächsten Saison in die höchste Spielklasse aufzurücken – sofern nicht bereits eine andere Mannschaft des Vereins im Badminton-Oberhaus aufschlug. In dem Fall ging das Aufstiegsrecht an den Vizemeister über. Jetzt steigt nur der Letzte der Bundesliga direkt ab. Im Rahmen einer Dreierrunde kann sich der Vorletzte noch retten, im Duell mit den beiden Zweitligameistern dem sportlichen Tod sozusagen von der Schippe springen.

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