Bauwerke und Stillleben: Ton Laeven stellt im Dürener Tor Aquarelle aus

Von: Bruno Elberfeld
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Ton Laeven zeigt den Besuchern im Dürener Tor Abbildungen von historischen Gebäuden und Stillleben. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Viele Nideggener Besucher der Vernissage am Freitagabend waren begeistert: Begegnete ihnen doch als eines der ersten Gemälde – nach dem Überwinden der steilen Treppe am Dürener Tor – ein Bild genau des Tores, dessen Ausstellungsräume sie gerade betreten hatten.

Der niederländische Maler Ton Laeven, ein Allround-Künstler mit den Professionen eines Kunsthistorikers, Schriftstellers, Büttenredners und Schauspielers, um nur einige Betätigungsfelder zu erwähnen, hat dieses Tor bis auf den letzten Stein und die letzte Fuge detailgetreu auf Papier gebannt.

Wahrzeichen der Herzogstadt

Gleich nebenan hängen einige andere Wahrzeichen der alten Herzogstadt: Fachwerkhäuser im Altwerk, das Nytstor in der Kirchgasse, die romanische Kirche einzeln und als Ensemble mit der Burg, alles Ansichten, die die Herzen vieler Einheimischer und Besucher höher schlagen lassen. Nicht nur, weil sie Erinnerungsstücke sind, sondern auch, weil sie akkurat und meisterlich gemalt sind.

Ton Laevens Motive stammen aus Belgien, Luxemburg, Frankreich, Kolumbien und natürlich den Niederlanden. Es sind historische Gebäude, eingebettet in ihrer natürlichen Umgebung, meist bunte Blumen und Gewächse. Die Bilderschau trägt den Titel „Zeit-Lupe“.

Aus dem Rahmen fällt – der Betrachter könnte das 25 Jahre alte Gemälde in die Jetztzeit datieren – eine Landschaft, in der es keine Konturen gibt, in der der Pinsel Laevens nur tupfend unterwegs war. Gegenstände sind durchaus zu erkennen, aber eben verwaschen.

Zu den architektonischen Motiven kommen die vielen Stillleben: Blumen, ein interessantes Arrangement einer chinesischen Töpferei oder die kreative Anordnung einer Gitarre mit anderen Musikinstrumenten und Noten.

Spricht der Besucher Ton Laeven an, so kommt es zu einer kurzweiligen Unterhaltung. Denn Laeven brennt für die Kunst. „Ich kann das Malen einfach nicht lassen“, begründet er seine tägliche Arbeit.

Jugendlicher mit Höhenangst

Zu jedem seiner Werke könnte er eine Geschichte erzählen. Man muss ihn nur animieren. Schön die Geschichte, wie er als Jugendlicher mit Höhenangst mit seiner gleichaltrigen Angebeteten aus den Niederlanden und ihren Geschwistern am Seil in der Burgwand gehangen hat. „Aber was tut man nicht alles, wenn man verliebt ist!?“, spricht er eine alte Weisheit gelassen aus.

Laevens bevorzugtes Material ist das Aquarell. „Ich liebe es, wenn die Farbe hin und her läuft“, erklärt der Künstler. Ein Bild ist nach zehn oder zwölf Stunden fertig. „Danach bin ich selbst auch fertig“, schmunzelt Laeven.

Die Laudatio hielt Hugo Raes, ein Freund aus den Niederlanden. Eröffnet wurde die Bilderschau von der Vorsitzenden des Kunst- und Museumsvereins, Muna Götze. Die Ausstellung „Zeit-Lupe“ ist noch bis Sonntag, 30. August, zu sehen. Geöffnet ist das Dürener Tor mittwochs von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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