Birgel/Gey - Baubeginn für neues Hochwasser-Rückhaltebecken Gey

Baubeginn für neues Hochwasser-Rückhaltebecken Gey

Von: sj
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Erster Spatenstich für das neue Hochwasser-Rückhaltebecken: Verbandsrat-Vorsitzender Paul Larue, Vorstand Professor Wolfgang Firk, Beate Klein von der Bezirksregierung und Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch (von links) eröffneten die Bauarbeiten. Foto: Johnen

Birgel/Gey. Bei strahlendem Sonnenschein betrachtet sind Geybach und Beybach im Beythal, die sich nach ihrem Zusammenfluss Birgeler Bach nennen, zwischen Gey und Birgel unscheinbare Wasserläufe, die leise gurgelnd vor sich hinplätschern. Anders sieht das bei Starkregen aus.

Dann nämlich trat der Birgeler Bach in der Vergangenheit schon einmal über seine Ufer, konnte das zufließende Wasser nicht mehr schadlos abführen.

Das soll sich in vier Monaten ändern, wenn das neue Hochwasser-Rückhaltebecken des Wasserverbands Eifel-Rur bei Gey fertiggestellt ist. „30 Jahre nach Beginn der Planungen starten wir die Arbeiten an einem wichtigen Baustein der Gefahrenabwehr”, sagte am Montag Beate Klein, Hauptdezernentin der Bezirksregierung Köln, während des ersten Spatenstichs im Beythal.

Zur Errichtung des Beckens wird im Tal ein bis zu vier Meter hoher und 450 Meter langer Absperrdamm mit einem Drosselbauwerk erstellt. Das Becken fängt zum einen das Wasser des Beybachs auf. Ebenso wird durch einen Überlauf im Bedarfsfall auch das Wasser des Geybachs zugeführt. Bei Starkregen kann so die Abflussmenge auf 1,2 Kubikmeter pro Sekunde reduziert werden, das Becken fasst 13400 Kubikmeter Wasser.

Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro. Das Land NRW schießt einen Förderanteil von 65 Prozent hinzu, mit weiteren sieben Prozent beteiligt sich der Landesbetrieb Straßenbau an den Bau- und späteren Unterhaltungskosten.

Durch die Entwässerung von baulich versiegelten Flächen im Einzugsgebiet der drei genannten Bäche gab es für eine weitere Bauentwicklung des Gebietes keinen Freiraum mehr. Als weiterer Grund für den Bau des Hochwasser-Rückhaltebeckens kommt die Errichtung der Bundesstraße 399n als Ortsumgehung von Gey hinzu. Auch anfallendes Oberflächenwasser von dieser Straße muss aufgefangen werden.

Die ersten Planungen für Hochwasserschutzmaßnahmen wurden von der Gemeinde Hürtgenwald bereits in den 80er Jahren aufgenommen. Zugleich überlegte die Stadt Düren, den Hochwasserschutz am Birgeler Bach zu verbessern. Aufgrund der zu erwartenden Einleitungen von Oberflächenwasser der B399n wurde 1994 entschieden, die Planungen für Straßenbau und Hochwasserschutz zusammenzufassen.

„Der Kampfmittelräumdienst und die Archäologen haben das Gelände bereits untersucht - jetzt kann der Bau zügig in Angriff genommen werden”, sagte Professor Wolfgang Firk, Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur. Spielt das Wetter mit, sollen die Arbeiten in vier Monaten abgeschlossen sein.

„Es mussten viele Hürden genommen werden”, blickte Beate Klein zurück. „Das zeigt, wie frühzeitig man solche Planungen beginnen muss.” Mit dem neuen Rückhaltebecken sollen Überflutungen künftig der Vergangenheit angehören.
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