Bauausschuss: Mängel an allen Ecken und Kanten der GHS Inden

Von: dol
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Inden/Altdorf. Da schlackerten die Mitglieder des Indener Bauausschusses mit den Ohren. Architekt Bernd Bolten stellte ihnen die Mängelliste der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Inden vor. „Bei einer Million Euro habe ich im Geiste aufgehört mitzuzählen”, meinte Hella Rehfisch (Grüne).

Nach abgeschlossener PCB- und Brandschutzsanierung hatte niemand damit gerechnet, dass noch mehr Geld in das Gebäude investiert werden muss. „Das ist schon eine ernüchternde Bestandsaufnahme vor dem Hintergrund, dass wir schon wesentliche Mittel da reingesteckt haben”, resümierte Bürgermeister Ulrich Schuster.

Das aus dem Jahr 1971 stammende Gebäude weist an allen Ecken und Enden Mängel auf. Zu erneuern sind unter energetischen Gesichtspunkten Fenster und Fassaden im Klassentrakt nebst Sonnenschutzanlagen. Der WC-Trakt benötigt nicht nur neue Fenster und Fassaden, sondern weist auch „extreme Probleme” beim Flachdach auf. Bolten: „Da ist der komplette Unterbau abgesoffen.” Auch die Sanitäranlagen an sich befinden sich in desolatem Zustand: Es handelt sich noch um die „Originale” aus 1971. Die Fliesen sind abgenutzt, die Trennwände sind heruntergekommen und die Leitungen rosten.

Weiter geht es mit der Turnhalle. An der Wetterseite muss die Fassade renoviert werden, hier dringt schon seit längerem Wasser durch die Glasbausteine. Von innen hat man provisorisch Folie angebracht, damit es im Sportunterricht nicht so zieht. Die Fenster auf der Schulhofseite benötigen eine Überholung, ebenso die am Umkleidetrakt und der Hausmeisterwerkstatt. Zahlreiche Türen sind derart ausgeschlagen, dass sie kaum mehr zu benutzen sind.

Die Turnhalle muss zudem unter Brandschutzaspekten saniert werden. In den Umkleideräumen sind insbesondere die abgehangenen Decken durch Vandalismus beschädigt und zum Teil absturzgefährdet. Sie sollen zunächst entfernt werden, um die Unfallgefahr zu bannen. Einen Ersatz gibt es vorerst nicht. Die Mittel in Höhe von 318.500 Euro, die der Gemeinde Inden aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung stehen, sind zweckgebunden für die Sanierung des Klassentraktes der Hauptschule.

Für alle weiteren Maßnahmen soll eine Prioritätenliste erstellt werden, die in den nächsten Jahren abgearbeitet werden soll.
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