Bauarbeiten für die Ostumgehung B56n starten

Von: Burkhard Giesen
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Arndt Meyer (r.) ist optimistisch, dass der erste Bauabschnitt Mitte 2018 fertig werden wird. Christoph Doms steht als Ansprechpartner für die Bürger zur Verfügung. Foto: B. Giesen

Düren. Fast auf den Tag genau drei Jahre ist es her, als nach vier Jahrzehnten der Planung der erste Spatenstich für den Neubau der Dürener Ostumgehung vorgenommen wurde. Symbolträchtig war der Termin, es herrschte Optimismus vor. In vier Jahren, hieß es 2013, könne man endlich Düren umfahren, die Innenstadt würde entlastet.

Drei Jahre später gibt es eine neue Perspektive: „Die Ostumgehung wird Ende 2020 fertiggestellt sein“, sagt Arndt Meyer vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Meyer ist für die Umsetzung des Projektes verantwortlich, der in zwei Bauabschnitten realisiert werden soll. Die erfreulichste Nachricht dabei: Der Auftrag für die 4,3 Kilometer lange Trasse von der Euskirchener Straße in Höhe Neapco bis zur Kölner Landstraße ist in der letzten Woche an das Unternehmen Strabag vergeben worden. 450 Werktage sind als Bauzeit für diesen Abschnitt eingeplant.

„Anfang Juni 2018 müsste der erste Abschnitt bis zum Knotenpunkt Kölner Landstraße dann fertiggestellt sein“, erklärt Meyer. Dieses Teilstück soll dann auch sofort für den Verkehr freigegeben werden. Wer dann etwa aus Euskirchen kommend in Richtung Autobahn fahren will, kann dann ab der Kölner Landstraße über die B 264 zur neuen Autobahnauffahrt nach Merzenich fahren. Schon davon erhofft man sich eine deutliche Entlastung von Euskirchener Straße und Schoellerstraße in der Dürener Innenstadt.

Rund acht Millionen Euro kostet nach Angaben von Arndt Meyer dieser Bauabschnitt und beinhaltet den Bau einer Brücke über die Bahnstrecke Düren-Euskirchen. Dazu muss von der Kölner Landstraße aus ein Damm aufgeschüttet werden. Eine weitere Brücke am Sievernicher Weg ist bereits fertiggestellt. Arndt Meyer: „Es gibt noch kein Datum, wann der erste Bagger auftauchen wird. Vermutlich erst im Januar, vielleicht auch schon im Dezember, wenn die Witterung das hergibt.“ Der genaue Zeitplan mit dem Bauunternehmen müsse jetzt noch abgestimmt werden.

Meyer geht davon aus, dass der Teilabschnitt von der Euskirchener bis zur Binsfelder Straße sehr zügig umgesetzt werden kann. Am Knotenpunkt Binsfelder Straße soll dann eine Kreuzung mit einer Ampelanlage entstehen. Meyer: „Darauf hat das Bundesverkehrsministerium bestanden. Wir hatten in unserer Planung einen Kreisverkehr vorgesehen.“ Um den ersten Teil der Umgehungsstraße auch zügig in Betrieb nehmen zu können, wird der Kreuzungsbereich Kölner Landstraße komplett mit ausgebaut. Die Kreuzung entsteht von der Innenstadt aus gesehen unmittelbar hinter dem Bahnübergang. Meyer: „An dieser Kreuzung wird es dann eine Ampelanlage geben, die auf den Abbiegespuren den Zugverkehr berücksichtigt. Zudem wird die Schrankenanlage erneuert.“

Parallel dazu wird es aber auch weitere Bauarbeiten im Abschnitt bis zum Anschluss an die B 56 geben. Das wichtigste Bauwerk – die Brücke über die Bahnstrecke Aachen-Köln – steht bereits. Die Arbeiten für diese Brücke sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Arndt Meyer: „Die Brücke über die Merzenicher Straße soll im kommenden Jahr ausgeschrieben werden. Eventuell auch schon mit einem weiteren Straßenabschnitt.“ Um die Ortsumgehung dann bis Ende 2020 komplett fertigzustellen, müssen dann noch weitere Bauwerke folgen: zwei Brücken über die Bahnstrecke Düren-Jülich und eine weitere im Bereich des Real-Marktes.

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