Düren - „Bartholdy“: Quintett begeistert mit seltenen Werken

„Bartholdy“: Quintett begeistert mit seltenen Werken

Von: Kim Statzner
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Werke von Alexander von Zemlinsky, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin Dvorak standen auf dem Programm, das das „Bartholdy-Quintett“ im Haus der Stadt spielte. Foto: Kim Statzner

Düren. Zum vierten Konzert im Rahmen der Industriekonzerte der Vereinigten Industrieverbände stand im Haus der Stadt ein Streichquintett auf der Bühne. Die fünf Musiker des „Bartholdy Quintetts“ spielten Stücke von Alexander von Zemlinsky, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin Dvorak.

Anke Dill und Ulf Schneider (Violine), Volker Jacobson und Barbara Westphal (Viola) und Gustav Rivinius (Cello) gestalteten einen rundum genussvollen Abend. Alle ihrerseits erfahren in der Kammermusik, entstand bei den Künstlern 2009 auf einem gemeinsamen Konzert der Wunsch nach einem fest besetzten Streichquintett. Ihr Wunsch: Werke außerhalb des bekannten Repertoires, die nur selten ihren Weg auf die Konzertbühnen finden, zu spielen.

Dazu gehört auch Zemlinskys „Zwei Sätze für Streichquintett“, mit dem das Konzert eröffnet wurde. Von diesem ursprünglich viersätzigen Werk, das 1896 uraufgeführt wurde, sind nur noch die beiden Ecksätze, das erste Allegro und das humoristische Finale erhalten. Durch beide bewegte sich das „Bartholdy Quintett“ mit professioneller Leichtigkeit. Zwischen energetischer Leidenschaft und sanft ausgespielten Emotionen überzeugte ihre Interpretation das Publikum.

In der Konzertmitte widmete sich das Quintett dann Mozart. Auch sein Streichquintett (D-Dur, KV 593) präsentierten die Musiker mit herausragendem Können. Erstmals gespielt 1790, diente das damals gerade erst vollendete Werk als musikalischer Abschied für Mozarts Freund Joseph Haydn vor seinem Aufbruch nach London. Diese Abschiedsstimmung zu Beginn fing das „Bartholdy Quintett“ genauso perfekt ein, wie die Energie der schnellen Sätze.

Zum Abschluss brachten die Künstler nach der Pause Antonin Devoraks Streichquintett in Es-Dur op. 97 auf die Bühne. Neben klassischen europäischen Elementen, wie zum Beispiel die Sonatenform zu Beginn, zeichnen Dvoraks Kompositionen die Mischung mit neuen amerikanischen Kompositionstechniken aus.

Das „Bartholdy Quintett“ manövrierte mühelos durch leise und laute, fröhliche und melancholische Melodien und verdiente sich den Applaus des begeisterten Publikums mit exzellentem Ausdruck, Professionalität und starker Interpretation.

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