Barockmusik durchdringt die Kirche „Mariä Heimsuchung”

Von: Bruno Elberfeld
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Yamato Hasumi, Laute, Stefan Palm, Cembalo, Sarah Tausendfreund, Sopran, und Matthias Purrer, Violoncello (v.l.), begeisterten mit ihrem Konzert gut 120 Zuhörer. Foto: B. Elberfeld

Frauwüllesheim. Wenn die Cappella Villa Duria ruft, kommen die Musikbegeisterten in Scharen an. Sie wissen, dass Johannes Esser, Leiter der Cappella, mit seinen Mitarbeitern immer wieder eine vorzügliche Auswahl trifft.

So auch am 1. Adventsonntag in der Kirche „Mariä Heimsuchung” in Frauwüllesheim. Auf dem Programm stand vornehmlich Barockmusik, Werke von Georg Friedrich Händel, Sebastian Bach, John Dowland, Girolamo Frescobaldi, Esaias Reusner, Joseph Bodin de Boismortier, Antonio Vivaldi, Charles Gounod und Zoltan Kodaly - alle Komponisten, die für ihre besinnlich geistlichen Stücke bekannt sind.

In der Szene bekannt

Ausgewählt hatten die Werke der Komponisten drei Musiker und eine Sopranistin, in der Szene und darüber hinaus als Könner und Meister ihres Fachs gehandelt: aus Japan, aber schon lange in deutschen Landen in Sachen Musik unterwegs, Yamato Hasumi, der an der Hochschule für Musik in Köln Laute studierte. Er wirkte auch schon beim Gürzenichorchester Köln, beim Concerto Köln, dem SWR-Sinfonieorchester und dem Concertgebouw Amsterdam mit.

Begeisternd für die Menschen im idyllischen Kirchenraum, wie zart und virtuos der Lautist die Seiten seiner verschiedenen Lauten zupfte. Stefan Palm bewies sein Können am Cembalo und in einem Zwischenspiel an der Kirchenorgel. Der gebürtige Saarbrücker legte an der Hochschule für Musik in Köln - einmalig in der Geschichte der Hochschule - drei Examen ab: für Orgel, Klavier und Cembalo. Er studierte unter anderem in New York, belegte Meisterkurse bei vielen musikalischen Größen, heimste nationale und internationale Preise ein und unterrichtet heute privat im Rahmen von internationalen Meisterklassen. Seit dem Jahr 2000 ist er Kantor an St. Marien in Neuß.

Matthias Purrer stammt aus Augsburg, studierte Violoncello in Dresden, wirkte an der Sächsischen Staatskapelle (Semperoper) mit und spielt regelmäßig in den Orchestern des Bayerischen Rundfunks und des WDR.

Der Musiker lebt heute in Aachen, lehrt an der Musikschule Düren und ist Solocellist der Capella Villa Duria. Trotz starker Erkältung hatte die Sopranistin Sarah Tausendfreund nach Frauwüllesheim gefunden. Sie passte mit ihrer vollen Stimme, die das Rund des kleinen Kirchleins manchmal zu sprengen drohte, hervorragend zur Runde der drei Instrumentalisten.
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