Niederau - Barocke Garteninsel soll wieder in altem Glanz erblühen

Barocke Garteninsel soll wieder in altem Glanz erblühen

Von: sj
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Der Fördervereinsvorsitzende Willi Müller (rechts) erklärte Harry K. Voigtsberger die Pläne zur Wiederherstellung. Foto: sj

Niederau. Der Zahn der Zeit hat an der barocken Garteninsel von Schloss Burgau genagt. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Schlossanlage noch intakt, später entstanden auf der ehemaligen Garteninsel Schrebergärten für die Bürger von Niederau.

Doch auch die sind schon längst wieder Geschichte, von der ursprünglichen Gestaltung aus dem 18. Jahrhundert sind mittlerweile nur noch Reste zu erkennen.

Der Verein „Freunde und Förderer von Schloss Burgau“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Garteninsel wieder in altem Glanz erblühen zu lassen und sie nach den Plänen von 1730 wiederherzustellen. Unterstützung gibt es für dieses Projekt von der NRW-Stiftung. Präsident Harry K. Voigtsberger überreichte gestern im Schatten der Wasserburg eine Förderzusage in Höhe von 115.000 Euro.

Reges Ehrenamt

„Wir werden immer dort tätig, wo sich Menschen ehrenamtlich engagieren. In Düren herrscht eine sehr rege ehrenamtliche Tätigkeit“, zollte Voigtsberger den Bürgern der Stadt Anerkennung. Mit viel ehrenamtlichem Engagement sei es in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, das einst vom Verfall bedrohte Schloss wieder zu einem Mittelpunkt des Lebens der Menschen zu machen.

Die vor fünf Jahren entstandene Idee, die historische Gartenanlage wieder herzustellen, sei ein weiterer Schritt, sich für „dieses Zeugnis ihrer Heimatgeschichte“ einzusetzen. „Ohne die Bürger hätte Schloss Burgau nicht gerettet werden können“, unterstrich auch Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU). Er freue sich darüber, dass die Schlossanlage, die vielen Dürenern als Naherholungsgebiet diene, weiter aufgewertet werden soll.

Die Pläne stellten Willi Müller, Vorsitzender des Vereins „Freunde und Förderer von Schloss Burgau“, und Martina Köhler vom Amt für Tiefbau und Grünflächen der Stadt Düren vor. Ziel ist es, den Grundriss der Garteninsel aus dem Jahr 1730 wieder klar erkennbar zu machen, die Alleen und das Grabensystem sollen wieder in die ursprüngliche Form gebracht werden. Der Wassergraben der Burg wird künftig auch Teile der trockengefallenen Garteninsel umgeben. Lücken in der den äußeren Rand markierenden Weißdornhecke sollen geschlossen werden, ein Blick auf das Schloss hingegen ermöglicht werden.

Wie im 18. Jahrhundert wird es einen umlaufenden Weg und ein inneres Kreuz geben, das den Garten in vier Quadrate aufteilt. Nadelbäume sollen gefällt und Laub- und Obstbäume aufgeforstet werden. Belange des Arten- und Umweltschutzes seien bereits geprüft worden. Zusätzliche Unterstützung gibt es von der Stadt, 5000 Euro hat die Kultur- und Naturstiftung der Sparkassen zur Verfügung gestellt, bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde ein Antrag gestellt, berichtete Willi Müller.

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