Ellen - Barbarafeier: „Ehrenhäckel“ für langjährige Bergbautätigkeit

Barbarafeier: „Ehrenhäckel“ für langjährige Bergbautätigkeit

Von: fjs
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Ehren- und Hambach-Häckel für die Jubilare: RDB-Bezirksvorsitzender Wilhelm Stock ehrte die Jubilare, darunter auch Bergbauvorstand Dr. Lars Kulik (stehend Mitte) im Rahmen der Barbarafeier in Ellen. Foto: Schröder

Ellen. „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt…“, hallte es durch die abendlichen Straßen von Ellen. Nach dem erstmals ökumenischen Gottesdienst mit dem Niederzierer Pfarrer Andreas Galbierz und seinem evangelischen Kollegen Martin Trautner aus Elsdorf zogen die Teilnehmer der traditionellen Barbarafeier der Bezirksgruppe Hambach im Ring Deutscher Bergingenieure (RDB) in den Saal Weber-Wamig.

Während das „Hambach-Lied“ erklang, waren die angeschlagenen Töne nicht nur freudiger Natur. Die Bergleute ließen nicht unerwähnt, wo sie aktuell der Schuh drückt. „Wir befinden uns im Einstieg vom Ausstieg“, betonte Bezirksgruppenvorsitzender Wilhelm Stock. Andererseits rief Thomas Körber, Leiter des Tagebaues Hambach, auch positive Seiten auf. „Wir sind Teil der Region und der größte Ausbilder. Wir sind stolz auf die Rekultivierung, denn sie ist unsere Visitenkarte“.

Die Bezirksgruppe Hambach im RDB zählt rund 300 Mitglieder. Sie und ihre Gäste halten die Tradition der Barbarafeier hoch, mit der die Bergleute ihrer Patronin Barbara von Nikodemien gedenken. Im Mittelpunkt der Feier, zu der auch Vertreter der RWE-Power-Unternehmensleitung sowie Partnerfirmen und die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden geladen waren, stand die Ehrung der Jubilare.

Unter ihnen auch RWE-Bergbauvorstand Dr. Lars Kulik, der mit einer Frau und 20 Männern als Anerkennung für 35-jährige Bergbauzugehörigkeit das RDB-Ehrenhäckel und das Hambach-Häckel entgegennahm. Zu Ehren der Jubilare stimmten der Hambach-Chor und die Bruno-Stracke-Band ein Ständchen an.

Die Bergbau-Vertreter nutzten die Feier auch zur Positionierung. „Wir erwarten von der Regierungsbildung wenig sichere Rahmenbedingungen“, war RDB-Bezirksvorsitzender Stock überzeugt. Für ihn ist Klimaschutz „nur mit Entsagung“ zu erreichen. Besonders auf die Grünen war Stock nicht gut zu sprechen. „Der elektrische Strom hat das Leben nachhaltig und positiv verändert.“ Jetzt werde zum Krieg gegen die Braunkohle geblasen. Tagebau-Chef Thomas Körber stimmte ihm zu. „Die Haltung der Grünen ist unverantwortlich gegenüber dem Bürger“.

Vor dem Übergang zum gemütlichen Teil mit kabarettistischer Aufarbeitung aktueller Themen durfte sich der Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) freuen. Er nahm eine 500-Euro-Spende aus der Hambach-Stiftung für soziale Zwecke entgegen und obendrauf noch ein Paket Grillkohle „Made in Hambach“.

Tagebauleiter Thomas Körber notierte auf der Haben-Seite eine 30-prozentige Reduzierung der Unfälle im Tagebau. „Wir haben die Verjüngung des Personals eingeläutet“, kündigte er an. Derzeit liegt das Durchschnittsalter der Tagebau-Mitarbeiter bei über 50 Jahren.

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