Band und Publikum vom selben Stern

Von: han
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„Vom selben Stern” waren Publikum und „Ich & Ich” auf der Nideggener Burg. Die Zuschauer feierten die Band, waren aber ein wenig wehmütig angesichts der angekündigten „schöpferischen Pause”. Foto: Schmitz

Nideggen. Der Himmel weinte über der Burgstadt, das Publikum im Innenhof schwankte zwischen guter Laune und leiser Wehmut. „Ich & Ich” bestritt eines der letzten Konzerte vor einer angekündigten schöpferischen Pause. Und es wurde ein Abend mit einem familiären Charakter, fast intimer Atmosphäre.

Nicht ausufernd, nicht überbordend, vielmehr genussvoll für die rund 2500 Besucher, die die ehemalige Festung gestürmt hatten.

Man war mit dem Herzen dabei, als die melancholische Popmusik von der Bühne erschall, ließ sich vom Regen nicht den Wohlfühlfaktor vertreiben, freute sich über die Band, so ganz ohne Starallüren, die schon nach den ersten Tönen auf Du und Du mit dem Publikum war. Nachdenkliche, gedankenvolle, grüblerische, dann wieder aufmunternde, anregende, antreibende Texte lösten sich ab mit ohrwurmartigen Pophymnen. Ein wirkungsvolles Konzept, mit soviel Tiefgang wie nötig, um nicht in die banale Schlagerwelt abzugleiten.

So bestehen die Stücke aus Rap- und Soulelementen, langsamen, sanften Beats, wohlgesetzten Keyboard-Akzenten, künstlicher Streichermusik, Synthesizerelementen - und über allem Adel Tawils soulige Stimme. Das Publikum und die überzeugende Formation waren auf der Burg „vom selben Stern”. Textsicher wurden nahezu alle Songs rund um Liebe, Freundschaft und die Angst vor dem Verlassenwerden mitgesungen. Man ließ sich becircen von den gängigen Themen deutscher Popmusik, tanzte verhalten oder ausgelassen in den vom Veranstalter gestellten Regencapes und wünschte sich „So soll es sein, so soll es bleiben”. So entstand ein Herz-Schmerz-Gefühl zum Ende des fast zweistündigen Konzerts - geschickt inszeniert vom Frontmann -, das noch verstärkt wurde durch ein imposantes Feuerwerk zum Abschluss der Nideggener Burgfestspiele.

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