Ballett: Ausdruck ohne Worte

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
12446831.jpg
Genau die richtige „Dosis“ Tanz für die Kleinen: Beeindruckende Bühnenbilder, Spaß und Können lieferten am Samstagabend im Haus der Stadt die Mitglieder und die Ehemaligen der Ballettklassen der Musikschule Düren ab, die angeleitet werden von Daiga Grosmane-Zeiss.
12446832.jpg
Tanz auf Spitzenschuhen: Großer Applaus für die „Eleven“, die ehemaligen Schülerinnen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. „Tanz ist die Kunst, sich ohne Worte auszudrücken.“ Unter dieser Überschrift gaben die Ballettklassen der Musikschule Düren, die von Daiga Grosmane-Zeiss geleitet werden, am Samstagabend im Haus der Stadt vor rund 350 Besuchern eine Kostprobe ihres beachtlichen Könnens.

Hinzu gesellten sich auf der Bühne auch ehemalige Schülerinnen der Ballettklassen, die gerne die Darbietungen der amtierenden Eleven mit ihren Beiträgen bereicherten.

Daiga Grosmane-Zeiss gestaltete mit dem Abend die 14. Sommergala dieser Art als Leiterin. Sie bedankte sich bei allen Helfern und Förderern. Unter anderem leisteten die Licht- und Tonmeister der Stadt ganze Arbeit. Die herrlichen Kostüme, die die jungen Akteure trugen, wurden Dank einer Großleinwand und Dank knackiger Farben in ein wunderbares, stimmungsvolles Licht gerückt.

Den ersten Teil des Abends gestalteten diverse Formationen der Ballettklassen in lockerer Form. „Pas de Quatre“, „Pas de Six“, „Papillons“, „Dessert“, „+1“ oder auch „Boss“ lauteten die Titel der einzelnen Vorträge. Was auffiel: Daiga Grosmane-Zeiss versteht es, ihren Schützlingen genau die richtige „Dosis“ Tanz zu verabreichen. Kein Mitglied ihrer Schule wirkte überfordert, alle strahlten Spaß am Tanz aus und meisterten ihre Aufgaben bestens.

Die Größeren ernteten viel Applaus für ihren Tanz auf Spitzenschuhen, die Kleinsten wurden ebenfalls reich beklatscht für ihre angemessene Leistung.

Der zweite Programmteil trug den Titel „Human Mind“. Daiga Grosmane-Zeiss formulierte dazu: „Das Wort ,Mind‘ steht sowohl für Verstand, Geist, aber auch für Absichten.“ Zum Glück, so die Ballettpädagogin, sei jeder Mensch anders, und keinem Menschen könne man in den Kopf schauen, Gedanken sind unsichtbar. Die heutige Gesellschaft kommt Grosmane-Zeiss vor wie in Franz Lehàrs Operette „Land des Lächelns“, in der die Zeilen gesungen werden: „Immer nur lächeln und immer vergnügt.“ Eine Spaßgesellschaft in Reinform. In Tänzen wie „Preface“, „Inside“, „In Between“, „Heart versus Brein“ und „Klatsch und Tratsch“ wurden die Gedanken zu „Human Mind“ verarbeitet und beindruckend getanzt. Der verdiente Applaus war den Eleven sicher.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert