Bald erste Flüchtlinge im ehemalige Hotel „Zum Nachtwächter“

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
9412205.jpg
Sozialarbeiterin Carina Gottschalk kümmert sich um Flüchtlinge.

Düren. „Am Dienstag werden die ersten Flüchtlinge im ehemaligen Hotel ‚Zum Nachtwächter‘ einziehen, und wir rechnen damit, dass das Haus im März voll sein wird.“ Klare Worte von Christian Sanfleber, Leiter des Dürener Sozialamtes.

Seit rund zwei Jahren steht das frühere Hotel an der Kölner Landtraße in Düren leer, am 17. Dezember vergangenen Jahres hat der Stadtrat beschlossen, es zu kaufen und als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen.

Insgesamt hat die Stadt einen sechsstelligen Eurobetrag für Kauf sowie Renovierungs- und Brandschutzmaßnahmen ausgegeben, bevor jetzt zunächst Menschen aus dem Kosovo, aus Albanien, Armenien, Somalia und Ägypten einziehen werden. Maximal können 64 Menschen in dem früheren Hotel untergebracht werden.

Um die Bürger zu informieren, hatte die Stadt zu einer Veranstaltung nach Ost-Düren eingeladen. Bürgermeister Paul Larue, Christian Sanfleber und Sozialarbeiterin Carina Gottschalk, seit Januar für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig, standen den Menschen Rede und Antwort.

Anders als bei der Bürgerversammlung in Niederau, wo die Stadt das frühere Pfarrheim als Unterkunft nutzt, gab es bei der Informationsveranstaltung im Dürener Osten kritische Stimmen. Ein unmittelbarer Nachbar der neuen Flüchtlingsunterkunft befürchtete beispielsweise eine große Lärmbelästigung. „An wen kann ich mich wenden, wenn hier Sachen passieren, die nicht in Ordnung sind?“

Bürgermeister Larue versicherte, dass die Mitarbeiter des Sozialamtes und auch er selbst jederzeit ansprechbar seien, wenn es Probleme geben würde. Sanfleber: „Es gibt aber selbstverständlich auch eine Hausorndung, in der die Nachtruhe festgelegt ist. Außerdem hat das Haus einen Hausmeister, der auch eine Dienstwohnung bekommt. Trotzdem wird die neue Flüchtlingsunterkunft nicht konfliktfrei sein. Das wissen wir. Wir werden aber alles tun, um Schwierierigkeiten zu vermeiden.“

Es gab aber auch Bürger, die bei der Informationsveranstaltung ihre Hilfe angeboten haben. „Es ist wichtig“, so ein älterer Herr, „dass wir die Leute bei uns aufnehmen. Das sind wir auch unserer Geschichte schuldig.“

Das Hotel wird nicht die einzige Flüchtlingsunterkunft sein, die in Düren entsteht. Bei der Stadt rechnet man mit rund 320 Flüchtlingen, die 2015 nach Düren kommen. Allein im Januar musste die Stadt 32 Menschen aufnehmen. Sanfleber: „Wir suchen dringend nach möglichen Immobilien.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert