Düren - Bäume auf dem VHS-Innenhof müssen Containern weichen

Bäume auf dem VHS-Innenhof müssen Containern weichen

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Bruno Voß und Verena Schloeme
Bruno Voß und Verena Schloemer von den Grünen verstehen die Welt nicht mehr: Ohne Kenntnis der Politik wurden am Mittwoch auf dem Hof der VHS an der Violengasse 13 Bäume gefällt. Foto: Abels

Düren. Die Grünen sind empört. Jahrzehntelang war der Innenhof der Volkshochschule an der Violengasse von Bäumen umgeben. Seit Mittwoch aber klaffen nur noch große Löcher in den Randbeeten.

Aus Sicht der Fraktionsvorsitzenden Verena Schloemer sind die Birken und Ahornbäume in einer Nacht- und Nebel-Aktion vom Amt für Gebäudemanagement gefällt worden, um Platz für Containerstellplätze im Zuge der Rathaussanierung zu schaffen. „Dabei wären sie unter die Baumschutzsatzung der Stadt und damit in den Zuständigkeitsbereich des Dürener Service Betriebs gefallen”, erklärt Georg Schmitz. Der DSB aber habe die Fällung abgelehnt, weiß der Stadtverordnete aus einem Gespräch. Denn eine Gefahr sei von den Bäumen nicht ausgegangen.

Die Grünen wittern daher einen Alleingang des Gebäudemanagements; mit irreparablen Folgen für die Umwelt. „Diese Aktion zeigt einmal mehr, wie dringend wir einen neuen Technischen Beigeordneten brauchen, der auch eine Sensibilität für die Natur mitbringt”, betont Verena Schloemer.

Georg Schmitz, Sprecher der Grünen im städtischen Verkehrs- und Bauausschuss, kritisiert zudem, dass die Politik zu keiner Zeit über die geplante Maßnahme informiert wurde. „Seit wir vor einem Jahr den Beschluss zur Rathaussanierung getroffen haben, gab es keine Informationen mehr zur Umsetzung des Projekts”, betont Schmitz. Warum ausgerechnet auf dem Hof der VHS Container aufgestellt werden müssen, „entzieht sich unserer Kenntnis”.

Natürlich werde die Fraktion die Verwaltung zur Rede stellen, kündigten die Grünen an. „Leider ändert das nichts mehr daran, dass die Bäume weg sind und auch nach der Rathaussanierung nicht wieder in der Größe neugepflanzt werden können”, ärgert sich Schloemer.

Eine Stellungnahme der Stadt war bis Freitagnachmittag nicht zu bekommen.
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