Badminton: Krimi rund um das weiße Spielgerät

Von: kte
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Sie findet nicht zu ihrer gewohnten Form: Die Ukrainerin Maria Ulitina, Olympia-Teilnehmerin in Rio, spielt zur Zeit unter ihren Möglichkeiten. Foto: Herbert Haeming

Lüdinghausen/Düren. Beim SC Union Lüdinghausen war weitaus mehr drin für den 1. Badminton-Club Düren als eine 3:4-Niederlage. Am Ende mussten sich die Dürener Bundesligaspieler zwar mit einem Auswärtszähler zufrieden geben, den man vor der Begegnung möglicherweise sogar dankend angenommen hätte.

„Uns war schon bewusst, dass Union Lüdinghausen eine enorme Qualität besitzt und nicht in die untere Tabellenregion gehört, sondern viel mehr ein Top-Team ist, wenn es in Bestbesetzung agieren kann“, erklärte BC-Vorsitzender Rolf Pütz.

Dennoch haderte er ein wenig mit der vergebenen Chance, wenigstens zwei Punkte mitzunehmen: „Es war eigentlich ein 50:50-Spiel. Beide Teams haben sich reingeschmissen und gekämpft und packendes, drei Stunden währendes Badminton geboten. Wir hatten sogar die Möglichkeit, frühzeitig den Sieg klar zu machen. Der Sieger hätte 1. BC Düren heißen müssen. Ein Krimi, wie man ihn besser nicht schreiben kann.“

Und der Krimi sollte noch an Dramatik gewinnen. Völlig überraschend scheiterte Dürens Olympionikin, die Ukrainerin Maria Ulitina, im Einzel an der jungen Yvonne Li. „Maria Ulitina hat eine viel zu hohe Fehlerquote aufgewiesen. In Normalform darf das niemals passieren, dafür hat sie eigentlich eine zu gute Spielkultur. Sie ist derzeit in einem Formtief. Wir müssen nun nach den Gründen dafür suchen und ihr helfen“, hofft Pütz auf baldige Besserung der Situation Ulitinas.

Hinzu kam unfassbares Pech im Einzel zwischen Lüdinghausens Nick Fransman und dem Niederländer Mark Caljouw auf Dürener Seite. Im zweiten Satz erreichte Caljouw die eigentlich komfortable Situation, per Satzball bereits auf 2:0 stellen zu können und sich damit eine ideale Ausgangslage zu schaffen.

Doch der erste Ballwechsel sollte nicht den entscheidenden Punkt bringen. Aber auch ein zweiter und sogar ein dritter Satzball führten nicht zum Erfolg – Fransman glich aus und verwertete seinen ersten Satzball zum 14:12-Satzsieg.

Auswärts ist das Glück offensichtlich noch nicht mit den tüchtigen Dürenern. Zu Hause dagegen umso mehr. In der Halle an der Zülpicher Straße gelang es dem 1. BC, mit dem Dreier gegen Neuhausen-Nymphenburg am Sonntag zum dritten Mal in dieser Spielzeit die Maximalpunktzahl herauszuholen.

„Da muss man dem Team ein Riesenkompliment machen“, strahlte Pütz immer noch begeistert über die Art und Weise, wie die Pflichtaufgabe „Sieg“ in einem hart umkämpften Duell gelöst und mit drei Punkten garniert wurde. Im nächsten Heimspiel – am Sonntag, 30. Oktober, ab 15 Uhr – bekommen es die Dürener Badminton-Asse mit Neuling und Schlusslicht FC Langenfeld zu tun.

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