Badminton: Dürens Erstligist beendet Saison mit Platz 6

Von: Hannes Schmitz
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Rajiv Ouseph bestritt zwar nur zwölf Spiele für den 1. Badminton-Club Düren, verlor aber auch nur eine Einzel-Partie. Neben Beiwen Zhang war er der erfolgreichste Akteur des Erstligisten. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Starke Spiele, indiskutable Auftritte, oft genug aus Unvorhersehbarem oder finanziellen Zwängen geboren: Dennoch ist man hoch zufrieden beim 1. BC Düren nach der zweiten Badminton-Bundesligasaison. Mit dem sechsten Tabellenplatz wurde das Ziel erreicht und gleichzeitig, so BC Vorsitzender Rolf Pütz, „der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte perfekt gemacht“.

Die Clubverantwortlichen wissen aber auch, dass der Saisonverlauf starken Wellenbewegungen glich. Oft stand die beste Formation auf dem Feld, des Öfteren musste aber auch improvisiert werden. Der Meisterschaftsbetrieb unterlag oft genug den Turnierzwängen oder Verbandsinteressen. Manchmal saß der Clubvorsitzende auf heißen Kohlen und wusste erst im letzten Augenblick, welche Besetzung er auf das Feld schicken konnte.

Insgesamt ist Rolf Pütz aber zufrieden, dass trotz aller Unwägbarkeiten und mancher Kapriole das Team sich für Dürener Verhältnisse bestens präsentiert hatte. Ein schwacher Bundesligaauftakt, dann aber kam mit der Verpflichtung der Ausnahmespielerin Beiwen Zhang (Singapur) die Wende: Sieg beim deutschen Vizemeister Bismischheim und ein Remis in eigener Halle gegen den Deutschen Meister SG EBT Berlin. 14 Mal spielte Beiwen Zhang im Einzel und Doppel für den BC und gewann alle Spiele. In ihrem Sog steigerte sich Soraya de Visch Eijbergen, die bei 27 Einsätzen 16 erfolgreiche Spiele bestritt.

Eine hervorragende Bilanz gab es bei den Herren für Rajiv Ouseph, der nur zwölfmal spielte, lediglich ein Einzel von acht verlor sowie im Herrendoppel und Mixed nicht auf der Siegerstraße war. Wenn der Engländer spielte, war er eine Bank für die Dürener, wenn er fehlte, aus welchen Gründen auch immer, geriet das Team in äußerst stürmische See.

Carl Baxter war stets eine gute Nummer zwei, musste er allerdings auf die Spitzenposition vorrücken, war es mit der Herrlichkeit vorbei. So gab es nur sechs Siege bei 21 Einsätzen, zu denen auch Versuche im Herrendoppel zählten. Neben dem Mixed war es die schwächste Disziplin der Dürener. Der „Untergang“ war stets programmiert, die Bilanz bei sechs Siegen grottenschlecht. Ein Fazit , das auch auf das Mixed zutrifft. Die Kombination Jürgen Koch/Ilse Vaessen brachte nur wenige Gewinnpunkte, ein Lichtblick bot einmal die Paarung Soraya de Visch Eijbergen/Koen Ridder sowie Ilses Vaessen/Rajiv Ouseph trotz der Niederlagen gegen Top-Paarungen der Bundesliga.

Das Herrendoppel Jürgen Koch/Koen Ridder stand zumeist auf verlorenem Posten, der Österreicher als Defensivkünstler und der Holländer als Angreifer kämpften vergebens um Harmonie. Lediglich in den letzten Spielen klappte es besser.

Die Saison war aber auch der leise Abschied von Sandra Marinello, die über Jahre das Spiel des BC mit prägte. Ein leiser Rückzug von der internationalen und nationalen Ebene, der Einstieg ins Berufsleben nach erstem und zweiten Lehrer-Staatsexamen und geglückter Familienplanung.

Unterschiedliche Saisonverläufe gab es für die anderen Teams des 1. BC Düren. Die Zweite verpasste knapp den Aufstieg in die Regionalliga, weil das letzte Heimspiel vergeigt wurde. Die Dritte hielt die Bezirksliga, und in der Bezirksklasse holte die vierte Mannschaft den Meistertitel. Die fünfte Mannschaft, eher ein Hobby-Team, vergnügte sich in der Kreisliga und holte immerhin einen Punkt.

Für Rolf Pütz haben längst die Vorbereitungen für die nächste Saison begonnen. Der erste Aufreger: Berlin hat sein Team zurückgezogen, aus der zweiten Bundesliga Nord möchte niemand aufsteigen, hinzu kommt mit dem TV Nymphenburg ein Südvertreter. So bleibt auch der Tabellenletzte Dortelweil, der nur ein Remis holte, in der höchsten deutschen Liga.

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