Badminton: 1. BC Düren beendet Saison knapp hinter den Erwartungen

Von: Hannes Schmitz
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Düren. Nur ein Punkt trennte den 1. BC Düren in der Badminton-Bundesliga vom Saisonziel. Platz fünf wollte der Club belegen, Rang sechs wurde es wie in der Saison zuvor. Aber so wirklich unzufrieden war bei den Verantwortlichen niemand, aber auch keiner wunschlos glücklich.

„Wir haben zum ersten Male seit unserer Zugehörigkeit zur zweiten und ersten Bundesliga erlebt, dass unsere Mannschaft durch Verletzungen und Krankheiten enorm geschwächt wurde“, blickte BC-Vorsitzender Rolf Pütz zurück.

Die Verpflichtungen

Geschadet haben dem BC Düren aber auch die vielen Turnier- und Verbandsverpflichtungen seiner Spieler, die den Club oft vor Probleme stellten. Die abgelaufene Saison war für den BC sportlich zeitweise eine Berg- und Talfahrt. Wurde aus dem jederzeit bundesligatauglichen Mannschaft ein Top-Team, spielten die Dürener auf Augenhöhe mit den „Großen“ der Liga. Aber immer wieder gab es auch unerwartete Rückschläge. Vor allem aber kreiste der „Pechvogel“ über dem BC. Allein fünf Begegnungen verlor der Bundesligist mit 2:4, wobei die Entscheidungen zu Ungunsten der Dürener erst in den dritten Sätzen nach Verlängerungen fielen.

Positiv sieht Rolf Pütz, dass man nur einmal bei 18 Spielen auf einen Akteur aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste. Fehlte aber Spitzenmann Rajiv Quseph, der nur siebenmal für den BC aufschlug, geriet das Gefüge ziemlich auseinander. Die Herren-Einzel wurden zur eklatanten Schwachstelle. Die Nummer 2 Carl Baxter war keine Nr. 1 und Koen Ridder ebensowenig eine Nummer 2, der in diesen Fällen „aufrücken“ musste und eher etwas unwillig das zweite Einzel als Doppel- und Mixed-Spezialist bestritt. Eine fantastische Entwicklung nahm das Herrendoppel Jelle Maas/Koen Ridder, das sich vom Punktelieferanten zu Siegertypen mauserte. Ihr Aufstieg ging einher mit dem Abstieg des Damendoppels. Spielte Beiwen Zhang, die Weltranglisten- Zwölfte, verließ in ihren zwölf Partien achtmal als Siegerin den Platz und war in Kombination mit Soraya de Visch Eijbergen beim Damendoppel fast eine Bank. Kam sie ihren Turnierverpflichtungen nach, wurde die Disziplin zur Hängepartie.

Auch Einzelspielerin Soraya de Visch Eijbergen stagnierte überraschenderweise zunächst in ihrer Entwicklung, konnte aber zulegen und erreichte immerhin Platz 13 in der Spielerstatistik der Bundesliga .Doppelpartnerin Ilse Vaessen kam nach langer Verletzungspause erst gegen Saisonende besser in Schwung. Im Mixed hatte sie allerdings mehr Tiefen als Höhen und hemmte ihre Partner im Spiel gegen starke Gemischte Doppel. Konstant und bester Akteur war beim BC Düren Jelle Maas, der immer überzeugte und in der Bestenliste der Bundesliga auf Rang 9 kam und bei 30 Einsätzen 18 Mal siegte.

Die Entscheidungen

In den Startblöcken steht der wiedergewählte erste Vorsitzende nun, um auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten zu können. Viel kann er im Moment nicht machen, da wichtige Verbandsentscheidungen anstehen. In Großbritannien etabliert sich eine Liga. Und es steht nicht fest, ob die Akteure in beiden Ligen spielen dürfen, wie es bisher der Fall war.

Zu dem hängt die Kaderplanung davon ab, welche Spieler sich überhaupt an Vereine binden, weil für viele die Olympia-Qualifikation für Rio 2016 Priorität hat.

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