AWO plant die Kita von 6 bis 22 Uhr

Von: Fred Schröder
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Kinderbetreuung bis 22 Uhr? In Düren soll es diese Möglichkeit bald geben. Die AWO zeigt als Träger Interesse. Foto: imago

Düren. Die Arbeiterwohlfahrt ist bereit. „Wenn der Bedarf da ist, und die Rahmenbedingungen stimmen, wird in einer unserer Dürener Kindertagesstätten eine Betreuung von 6 bis 22 Uhr angeboten”, sagte der AWO-Vorsitzender Johannes Veith nach einer Arbeitssitzung der Kita-Leiterinnen, an der auch Jugendamtsleiter Manfred Savelsberg und Thomas Floßdorf, der jugendpolitische Sprecher der CDU, teilnahmen.

Der CDU-Politiker hatte mit seinem Vorstoß zur Ausweitung der Betreuungszeiten die Initialzündung zu den AWO-Überlegungen geliefert.

„Wir stellen uns der Herausforderung und dem Trend”, sagt Fachberaterin Elfriede Nöldgen. „Wir wollen nicht abwarten, sondern unsere Vorstellungen und Möglichkeiten frühzeitig einbringen.” Denkbar ist für die AWO die Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe für die Betreuung von 6 bis 22 Uhr in einer bestehenden Einrichtung. So wäre die Kindertagesstätte in Hoven eine Adresse, wenn der überwiegende Bedarf für diese Betreuungsform aus dem nördlichen und nordwestlichen Stadtgebiet kommt. Dort müsste eine vierte Gruppe eingerichtet werden.

Die Bedarfsermittlung ist jetzt Sache des Jugendamtes. „Wir wollen wissen, wo die Eltern arbeiten, die an einer solchen Betreuung interessiert sein könnten”, fordert Johannes Veith und nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht. Er erwartet die allseits geforderte Flexibilität auch von ihnen; nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt, dass den Firmen eingearbeitete Mitarbeiterinnen erhalten bleiben.

Keinen Zweifel lässt der AWO-Vorsitzende daran, dass kein Kind mehr als neun Stunden täglich betreut wird. „Über eine Betreuung von mehr als 45 Stunden in der Woche ist mit uns nicht zu diskutieren.” Und noch eine Bedingung stellt die AWO: Bevorzugt werden Kinder von Berufstätigen, die sich eine andere Form der Kinderbetreuung - zum Beispiel durch Tagesmütter - finanziell nicht leisten können. Ebenso klar ist für die AWO, dass die Betreuung der Kinder nur durch Fachkräfte erfolgen kann.

Einig war man sich in der Runde auch, dass unabhängig vom Standort der Gruppe für die Betreuung von 6 bis 22 Uhr neben personellen auch bauliche Maßnahmen erforderlich sind. Keine der vorhandenen AWO-Kitas kann eine zusätzliche Gruppe ohne die räumlichen Voraussetzungen aufnehmen. „Wir werden uns jetzt mit Jugendamt und Politik bemühen, die Voraussetzungen zu schaffen”, unterstrich Thomas Floßdorf gegenüber der DZ und war sich mit AWO- Fachberaterin Elfriede Nöldgen einig: „An erster Stelle aller Überlegungen muss das Kindeswohl stehen”.
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