Autoschau mit neuem Modell

Von: Stephan Johnen
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Die Organisatoren und Sponsoren blicken voller Zuversicht auf die 36. Dürener Autoschau. Foto: Stephan Johnen

Düren. Besucher der Dürener Autoschau werden sich in diesem Jahr noch etwas mit dem Probesitzen gedulden müssen. Die traditionsreiche Veranstaltung wartet mit mehreren Veränderungen auf, das neue Datum ist nur ein Teil des neuen Modells, mit dem die Kraftfahrzeug-Gewerbe-Innung wieder bei ihren (potenziellen) Kunden punkten möchte.

Statt wie bisher auf dem Annakirmesplatz wird die Messe künftig mitten in der Innenstadt stattfinden. Und nicht wie gehabt im Mai, sondern am 17. August, dem Jazztage-Sonntag. „Hochwertige Produkte müssen in einem passenden Ambiente präsentiert werden“, sagt Organisator Hans-Jörg Herten. Rolf Ferebauer, Obermeister der Kfz-Innung, fügt hinzu: „Der Annakirmesplatz war nicht mehr angemessen, nicht mehr zeitgemäß.“

Bei Regen seien Händler und Besucher abgesoffen, der Pflegezustand des Platzes habe zu wünschen übrig gelassen, Schmutz, Staub und Gras hätten die Autos verschmutzt. Der Arbeitsaufwand sei sehr hoch gewesen. Kurz: Die Unzufriedenheit bei den Händlern mit dem Veranstaltungsort wuchs, mancher Aussteller ist in den vergangenen Jahren bereits abgesprungen. „Wir haben die Lücken gefüllt“, sagt Herten. Doch sei dies beizeiten auf Kosten der Qualität geschehen.

Unter Moderation von Sparkassenvorstand Udo Zimmermann ist nun das Konzept der Autoschau überarbeitet worden. „Die Autoschau ist eine starke Marke“, findet Zimmermann. „Doch es bestand Gefahr, die Marke zu verlieren.“ Vor einer Woche hat sich das Gremium auf ein neues Modell geeinigt: Statt Quantität stehe nun mehr die Qualität im Vordergrund. Nach Gesprächen mit der Stadtverwaltung sei die Innenstadt als Veranstaltungsort ausgewählt worden. Der Fokus der Messe liegt auf dem Auto-Fachhandel.

„Fliegende Händler wird es nicht mehr geben“, sagt Rolf Ferebauer. Das Trainings- und Kraftfahrzeugzentrum der Handwerkskammer Aachen werde aber weiterhin einen Blick in die Kfz-Berufe ermöglichen, ebenso soll es weiterhin Beratungsangebote rund ums Auto geben. 13 Autohäuser haben nach Aussage von Hans-Jörg Herten schon zugesagt. Er rechnet damit, dass sich weitere Aussteller anschließen.

„Das Konzept überzeugt“, sagt er. Jeder Händler könne zehn bis zwölf Wagen ausstellen, baugleiche Zelte sollen einen einheitlichen Auftritt ermöglichen. Auch die Innenstadt profitiere, sind die Organisatoren überzeugt. Sie arbeiten zudem mit dem Dürener Jazzclub zusammen. Während auf Marktplatz, Rathausvorplatz, dem Ahrweilerplatz und Teilen der Köln- und Oberstraße ausgestellt wird, könnten die Bühnen genutzt werden. Es soll Fachdiskussionen, Vorträge und ein Rahmenprogramm geben.

„Das genaue Programm wollen wir bis Ende Mai erarbeitet haben“, bittet Herten noch um etwas Geduld. „Für alle Beteiligten, die Dürener Innenstadt und die Besucher kann dieses neue Modell nur ein Vorteil sein“, ist Rolf Delhougne vom Jazzclub überzeugt. Es laufen Überlegungen, auch einige musikalische Akzente zu setzen.

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