Düren/Langerwehe - Autoren ziehen die Hörer in ihren Bann

Autoren ziehen die Hörer in ihren Bann

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
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Von Wilhelm Busch bis Günter Grass: Bei der Nacht der Bibliotheken gab es für Jung und Alt viel zu entdecken. Foto: Röber

Düren/Langerwehe. Plötzlich ist es ganz still. Lukas Moll hat es geschafft. Wie gebannt schauen die Zuschauer in seine Richtung, als er einen Teil der Kettengeschichte in der Stadtbücherei Düren vorliest. Kurze Zeit später bekommen Lukas Moll und seine Freunde Applaus.

Die Stadtbücherei Düren und die Gemeindebücherei Langerwehe haben sich an der Nacht der Bibliotheken beteiligt. Am Freitagabend lockten sie mit ihren Angeboten zahlreiche Besucher an.

Lukas Moll und seine Freunde nennen sich die „Schreibfalken”. Ihre Leidenschaft ist - wie der Name bereits vermuten lässt - das Schreiben: von kurzen und längeren Geschichten, sogar von ganzen Büchern. Einige Werke stellen die Jungautoren, die alle das Wirteltor-Gymnasium besuchen, an diesem Abend vor. Bevor sie jedoch an der Reihe sind, eröffnet Bürgermeister Paul Larue eine Ausstellung der Photographischen Gesellschaft Düren, die unter dem Titel „Bücher lesen verbindet” läuft. Larue nutzt anschließend die Chance, in den Bücherregalen und den Tischen mit besonderen Angeboten zu stöbern. Währenddessen legen die „Schreibfalken” in der Jugendbibliothek auf der ersten Etage los. Erst lesen die jüngeren vor, später sind die älteren an der Reihe. Die Geschichten sind spannend, teils auch sehr blutrünstig. Nach rund zwei Stunden ist die Lesung beendet und die jungen Autoren bekommen vom aufmerksamen Publikum ihren verdienten Applaus.

Für die Besucher hat der Abend damit aber erst so richtig begonnen. Im Erdgeschoss stimmt Jazzsängerin Melanie Wainwright, begleitet von Thomas Nordhausen an der Gitarre, auf eine ganz besondere Lesung ein. Bitterböse Schokoladenkrimis stehen dort auf dem Programm. Ein Krimi-Autorinnen-Sextett präsentiert Lesehäppchen aus Schokoladenkrimis. Natürlich gibt es passend dazu kleine süße Happen zum Naschen. Moderiert wird der bitterböse Lesespaß von Krimi-Autorin Brigitte Glaser.

Auf der ersten Etage hat Verena Floßdorf die „Schreibfalken” abgelöst. „Musenküsse vom Ex” heißt das Buch der 22-jährigen Autorin aus Nideggen. Es ist nach „Amerikaner küssen besser” ihr zweiter Roman. Und es hat den Besuchern gut gefallen. Nach der Lesung darf sie einige Exemplare signieren. Das gilt auch für die anderen Autoren. Etwa für die „Schreibfalken”, die ihre an diesem Abend vorgetragenen Werke immerhin 18 Mal verkaufen.

Die Gemeindebücherei Langerwehe entführt ihre Besucher derweil ins Mittelalter. Die „Wehter Kumpaney” stimmt auf den Abend mit mittelalterlichen Klängen ein und liefert damit den perfekten Einstieg für Günter Krieger. Der Langerweher Autor, der sich besonders gut drauf versteht, den Leser mit seinen Romanen in ein lebendiges Mittelalter zu entführen, liest aus seinem Buch „Das zweite Leben” vor. Schauplatz der Geschichte ist unter anderem Merode vor vielen Jahrhunderten. Außerdem trägt Krieger Sagen aus der Region zwischen Köln und Aachen vor.
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