Düren - Autor Jörg Drenkelfort bereitet Dürener Schüler auf ihren China-Aufenthalt vor

Autor Jörg Drenkelfort bereitet Dürener Schüler auf ihren China-Aufenthalt vor

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Der Autor Jörg Drenkelfort war sieben Jahre in China. MIt seinen Erzählungen bereitet er 34 Schüler des Stiftischen und des Wirteltor-Gymnasiums auf ihren China-Austausch vor. Foto: Drenkelfort

Düren. In wenigen Tagen reisen 34 des Stiftischen und des Wirteltor-Gymnasiums im Rahmen des Austauschs mit Schülerinnen und Schülern der „Foreign Language School“ nach Jinhua, der chinesischen Partnerstadt von Düren. Die deutschen Gymnasiasten werden auf die Reise langfristig und vielseitig vorbereitet.

So besuchte sie Autor und Chinakenner Jörg Drenkelfort an einem der Vorbereitungsnachmittage, um ihnen von seinen China-Erfahrungen zu berichten und ihre Fragen zu beantworten.

Jörg Drenkelfort war Lehrer für Französisch und Sport in Hessen, liebt das Reisen und ist neugierig auf andere Kulturen. Deshalb bewarb er sich als Lehrer an deutschen Schulen im Ausland. Als ihm eine Stelle in Jinhua in China angeboten wurde, bat er sich Bedenkzeit aus. „Ich wollte eigentlich nicht nach China. Asien hat mich nie interessiert“, erzählt er. Er entschied sich trotz seiner Vorbehalte für China und hat es nicht bereut: „Ich wurde dort sehr gastfreundlich aufgenommen. Es war von Anfang an so toll und faszinierend, dass ich die ganzen sieben Jahre in China geblieben bin.“ Länger sind die Auslandaufenthalte nicht angesetzt. Auf zwei Jahre an der Foreign Language School in Jinhua folgten fünf in der Fachberaterstelle der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA) in Chengdu. Aus den Notizen und Aufzeichnungen während dieser Zeit entstand im Eigenverlag ein Buch mit dem Titel „Sieben Jahre China“.

Die Schüler des Gymnasiums am Wirteltor und des Stiftischen Gymnasiums, die demnächst in die chinesische Partnerstadt reisen, interessierten natürlich in erster Linie die Erzählungen von Jinhua. „Wie läuft dort der Unter-richtsalltag ab?“ „Wie und wo wohnen die Schüler?“ „Tragen sie eine Schuluniform?“ Die „Foreign Language School“ sei ein Internat, erläuterte Jörg Drenkelfort. Der Tag beginne um 6:15 Uhr mit einem 1000-Meter-Lauf, gefolgt von einer Lesestunde und anschließendem Frühstück. Lehrerin Beate Kahlen, die als Begleitperson auf der Chinareise mit dabei ist, beruhigte die leicht in Panik geratenen Schüler: „Für euch beginnt die Teilnahme am Unterricht nicht um 6:15 Uhr, sondern später!“

Viele praktische Tipps

Jörg Drenkelfort, der mittlerweile in Bonn bei der Zentralstelle für Auslandsschulwesen arbeitet, gab den Schülern auch viele praktische Tipps mit auf den Weg, zum Beispiel was Mitbringsel oder das chinesische Essen betraf: „Viel probieren und erst hinterher fragen, was es war!“ sagte er und empfahl, das Essen mit Stäbchen bis zur Abreise intensiv zu üben. Sein wichtigster Rat ist aber wohl der: „Nicht werten. Es ist eine andere Kultur, nicht besser oder schlechter, sondern anders. Offen sein und sich auf das Andere einlassen.“

Bei Interesse kann das Buch „Sieben Jahre China“ beim Autor per E-Mail an joerg@drenkelfort.net bestellt werden.

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