Düren - Autofreier Tag soll zum Lebenszeichen werden

Autofreier Tag soll zum Lebenszeichen werden

Von: Fred Schröder
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Düren. „Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Lokale Agenda 21 ist nicht tot”, sagt Stefan Kesting und rüstet sich mit seinen Mitstreitern zu einem deutlichen Lebenszeichen der totgesagten Aktion. „In die Stadt ohne mein Auto”, heißt die Devise am Mittwoch, 22. September.

An dem europaweiten autofreien Tag soll ein Signal gesetzt werden. Alles hat Vorfahrt, was keinen Auspuff hat.

Dass ein autofreier Tag mitten in der Woche aus terminlicher Sicht nicht unbedingt ideal ist, wurde in einer Zusammenkunft aller Akteure im Rathaus deutlich. Aber die Sachzwänge geben den Rahmen vor. „Der Tag ist europaweit; da können wir nicht ausscheren”, erklärt Cornelia Kenke. In Europa beteiligen sich 795 Städte. „Der Tag soll Zeichen setzen für Klimaschutz und Umwelt und trotz der Widerstände Flagge zeigen”, wünscht sich Stefan Kesting.

Widerstände spüren die Veranstalter schon. Denn die Sperrung der Schenkelstraße zwischen Zehnthof- und Schützenstraße am 22. September von 10 bis 16 Uhr ist natürlich nicht im Sinne der anliegenden Geschäftsleute. „Man will uns nicht haben”, fasst Georg Schmitz vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) seine Erfahrungen zusammen. Skater und Radfahrer können sich an dem Tag auf dem abgesperrten Stück tummeln, und mitten auf der Straße gegenüber dem Kaufhof wird das „Agenda-Café” aufgebaut.

Das Programm zum autofreien Tag ist umfangreich. Georg Schmitz, Fahrradbeauftragter der Stadt, wird auf Wunsch das neue Fahrradparkhaus vorstellen und gibt Informationen zu den Radwegenetzen und dem Verhalten von Radfahrern in der Fußgängerzone. Die ÖPNV-Träger Kreisbahn und Rurtalbahn stellen sich und ihre Angebote vor, einige Dürener Fahrradfachgeschäfte präsentieren sich und führen kleine Reparaturen an den Drahteseln aus. Wie auch die Männer von „Sozial-Rad”, der Fahrradwerkstatt der Evangelischen Gemeinde. Die Polizei gibt Tipps zur Diebstahlprävention und Hinweise zum richtigen Verhalten der Radfahrer im Straßenverkehr.

„Wir setzen das um, was eigentlich Sache der Kommune ist, denn die Stadt Düren hat die Charta zur Lokalen Agenda 21 unterschrieben”, betont Stefan Kesting. Er ist ist sich mit den Mitgliedern der Lenkungsgruppe einig: „Die Agenda braucht mehr Öffentlichkeit. Und sie braucht mehr Aufmerksamkeit.”
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