Autofahrer übersieht Zug: Zusammenstoß auf Bahnübergang

Von: sj
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Auf dem Binsfelder Bahnübergang ist es am Freitagmorgen zu einer Kollision gekommen. Der Wagen des Unfallverursachers wurde auf ein benachbartes Grundstück geschleudert. Foto: Stephan Johnen
Unfall
Der Wagen des Unfallverursachers wurde auf ein benachbartes Grundstück geschleudert. Foto: Stephan Johnen

Binsfeld. Auf dem unbeschrankten Bahnübergang in Binsfeld hat es am Freitag gegen 7.50 Uhr einen Unfall gegeben. Ein Güterzug der Rurtalbahn und ein Auto sind zusammengeprallt. Der Wagen wurde auf ein benachbartes Grundstück geschleudert, der 77 Jahre alte Fahrer aus der Gemeinde Nörvenich erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der 31 Jahre alte Lokführer aus Zülpich erlitt einen Schock. Die Landstraße 271 war während der Bergungsarbeiten und der Spurensicherung gesperrt.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass sich der unbeladene Güterzug aus Zülpich kommend dem unbeschrankten Bahnübergang nährte und vorschriftsmäßig vor dem Übergang stoppte. Nach einem akustischen Signalzeichen setzte der Zug seine Fahrt wieder fort. Der Fahrer des Wagens hatte den Güterzug offenbar nicht bemerkt und fuhr Richtung Düren über den Bahnübergang. Die anfahrende Lok erwischte das Fahrzeug seitlich und schob das Auto von den Gleisen.

Immer wieder sind bundesweit unbeschrankte Bahnübergänge in die Kritik geraten. Verkehrsrechtlich ist die Vorfahrt an solchen Übergängen, die mit einem Andreaskreuz gesichert sind, klar geregelt: Der Schienenverkehr hat immer Vorfahrt. „Mit der Aufsichtsbehörde finden regelmäßig Einschätzungen zur Sicherheit an Bahnübergängen statt“, sagte Rurtalbahn-Geschäftsführer Sebastian Nießen auf Anfrage. In Binsfeld habe es keine Bedenken gegeben. In einer „Bahnübergangsschau“ würden die Sicherungsmaßnahmen nun erneut überprüft.

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