Autofahrer sichert Paletten nicht und bringt Kinder in Gefahr

Von: smb
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Schwerwiegende Verletzungen hätten diese Kinder bei einem Unfall erleiden können. Foto: Polizei

Rölsdorf. Wie man es auf keinen Fall machen soll, hat am Mittwoch ein 43 Jahre alter Autofahrer aus dem Stadtgebiet demonstriert. „Er hat mit seiner äußerst leichtsinnig untergebrachten Ladung zwei kleine Kinder in höchste Gefahr gebracht“, bemängelt die Polizei in ihrem Bericht.

Beamte des Verkehrsdienstes hatten den Van des Betroffenen auf der Monschauer Straße im Stadtteil Rölsdorf kontrolliert. Sie stellten dabei fest, dass der Mann hinter Fahrer- und Beifahrersitz mehrere ein Meter mal ein Meter große übereinander gestapelte Holzpaletten transportierte, die weder mit Spanngurten noch sonst wie gesichert waren.

Dahinter saßen zwei Kinder auf dem Rücksitz. „Sie hatten großes Glück, dass die Ladung bis zur Kontrolle nicht verrutscht war. Ansonsten hätten sie vermutlich schwerwiegende Verletzungen erlitten“, sagt Polizeisprecher Willi Jörres. „Die Kinder hätten beim Bremsen oder in Kurven erdrückt werden können.“

Bei einem Frontalcrash mit 50 Stundenkilometern wird ungesicherte Ladung nach Angaben des ADAC auf das bis zu fünfzigfache ihrer „Gewichtskraft“ – je nach Länge der freien „Flugstrecke“ – beschleunigt. Für einen Crashtest hat der ADAC ein Auto für eine Grillparty beladen. Bei einem Auffahrunfall bei 50 Stundenkilometern wurde das Grillbesteck zum Mordwerkzeug, und ein Bierfass prallte mit einem Gewicht von bis zu 750 Kilogramm gegen die Personen auf dem Fahrer und Beifahrersitz.

In einem Videoclip des Crashtests veranschaulicht der Automobilclub die Folgen einer mangelhaften oder nicht vorhandenen Sicherung der Ladung im Pkw. Außerdem gibt es auf www.adac.de Informationen, wie man Gegenstände im Auto unterbringen soll.

In dem Dürener Fall verboten die Polizisten die Weiterfahrt mit dieser Ladung. Er durfte erst wieder aufs Gaspedal treten, als der Dürener die Paletten aus dem Fahrzeug entfernt hatte. Außerdem wurde gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Den Fahrer des Wagens erwartet ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. Dazu kommen drei Punkte in Flensburg.

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