Langerwehe - Autofahren, Plastiktüten, Fleisch: Weniger ist besser

Autofahren, Plastiktüten, Fleisch: Weniger ist besser

Von: kin
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Engagieren sich sehr für den Klimaschutz: Laura Jakobs, René Kremer, Maike Brogmus, Julian Kroth und Miriam Bouloukt von der Europaschule Langerwehe. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. „Die Atmosphäre ist lockerer, freundschaftlicher. Und mit René und Julian ist es einfacher, zu reden.“ Laura Jakobs (13) ist eine von zwölf Mädchen und Jungen, die an der Europaschule in Langerwehe an der Klimaschutz-AG „Think Green“ teilnehmen.

René und Julian heißen mit vollem Namen René Kremer und Julian Kroth. Die beiden sind 18 Jahre alt, Oberstufenschüler der Europaschule und die Leiter von „Think Green“. „Es ist schon außergewöhnlich, dass Schüler eine Arbeitsgemeinschaft leiten“, sagt Schulleiter Heinz Moll. „Aber es klappt hervorragend. Und es gibt mit Janine Dassen natürlich eine Lehrerin, die das Projekt mit betreut.“

Die Idee zu „Think Green“ ist entstanden, als Julian Kroth vor zwei Jahren an einem deutsch-britischen Jugendseminar in Berlin teilnahm. „Da wurde auch über Dinge wie Nachhaltigkeit diskutiert“, erzählt der junge Mann. „Mich hat dieses Thema damals so gepackt, dass ich unbedingt auch an meiner Schule in Langerwehe dazu etwas machen wollte. So ist ‚Think Green‘ entstanden.“ Es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, erzählt Julian, dass die Teilnehmer der AG als Multiplikatoren fungieren. „Ich wollte, dass die Kinder, die bei uns in der Arbeitsgemeinschaft dabei sind, anderen deutlich machen, dass jeder etwas für den Umweltschutz und gegen den Klimawandel tun kann.“

Zunächst einmal haben sich die Mitglieder von „Think Green“ selbst mit dem Thema Klimawandel auseinandergesetzt. Laura Jakobs: „Wir haben gelernt, was der Treibhauseffekt ist und dass immer mehr Autos und immer mehr Abgase dazu führen, dass es immer wärmer auf der Welt wird.“ Darüber hinaus haben die Jugendlichen sich über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Energienutzung informiert. „Dabei ging es um alternative Energien wie Wind- oder Sonnenkraft, aber natürlich auch um Atomenergie“, erklärt Julian Kroth. In einem zweiten Schritt haben die Teilnehmer von „Think Green“ eine Power-Point-Präsentation vorbereitet und einen Vortrag erarbeitet, den sie vor den Fünft- und Sechstklässlern der Europaschule gehalten haben. Laura Jakobs: „Es wurden sehr viele Fragen gestellt. Nach unserer Präsentation hat sich eine richtige Diskussion entwickelt. Ich glaube, dass es wichtig war, dass es Jugendliche waren, die den Vortrag gehalten haben.“

Gut für die Erde

Natürlich hatten die jungen Leute von „Think Green“ auch einige Tipps parat, wie jeder einzelne etwas gegen den Klimawandel tun kann. „Es hilft, weniger Auto zu fahren, weniger Fleisch zu essen und weniger Plastiktüten zu benutzen“, sagt die 13-Jährige Miriam Bouloukt. „Wenn sich da mehr Leute dran halten würden, ginge es unserer Erde besser.“

Die Lehrer von der Europaschule sind vom Engagement der Schüler von „Think Green“ absolut begeistert. „Der Vortrag war wirklich sehr gut vorbereitet“, sagt Janine Dassen. „Vor 300 Kindern frei zu sprechen, ist ja auch nicht so einfach.“

Klar, dass Julian Kroth und seine Mitstreiter mit der AG weitermachen möchten. „Wir wollen das Thema noch vertiefen“, sagt Julian Kroth. „Und uns damit auseinandersetzen, was der Klimawandel ganz konkret für uns hier in Langerwehe bedeutet.“

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