Düren - Austritt von Dieter Harf: „Der Bruch ist nicht nachzuvollziehen“

Austritt von Dieter Harf: „Der Bruch ist nicht nachzuvollziehen“

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Düren. Für den Vorstand des SPD-Ortsvereins Düren-Ost schreibt die Vorsitzende Rosemarie Dohmen zum Austritt von SPD-Ratsmitglied Dieter Harf.

„Bei der Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Düren-Ost wurden ich und Dieter Harf aus der Versammlung heraus für das Amt des Vorsitzenden vorgeschlagen. Bei der Wahl entfielen auf mich mehr als zwei Drittel der Stimmen. Für die Wahl der beiden stellvertretenden Vorsitzenden wurden Dieter Harf, Axel Lingens und Mario Papadopoulos vorgeschlagen. Das Ergebnis fiel deutlich zugunsten von Lingens und Papadopoulos aus, die die Wahl ebenfalls annahmen.“

Es habe sich um einen „ganz normalen, in allen demokratischen Parteien üblichen Wahlvorgang“ gehandelt, bei dem jeder Kandidat „das Risiko eingeht, sein Wahlziel zu verfehlen“. Eine Kandidatur für einen anderen Vorstandsposten habe Dieter Harf abgelehnt nach den Wahlgängen die Ankündigung seines Parteiaustritts zu Protokoll gegeben.

Rosemarie Dohmen: „Dies stieß bei der Mehrheit der anwesenden Mitglieder auf Unverständnis, zumal Dieter Harf zuvor darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er über sein Mandat jederzeit die Möglichkeit der Einflussnahme auf das Geschehen im Vorstand hat. Denn laut Satzung ist er in seiner Funktion als Stadtrat ‚geborenes Mitglied‘ des Vorstands. Dieter Harf konnte somit davon ausgehen, dass er grundsätzlich im geschäftsführenden Vorstand mitwirken kann. Als weitere Möglichkeit zum fortgesetzten politischen Wirken in der SPD hätte Dieter Harf der Wechsel in einen der drei anderen Dürener Ortsvereine offengestanden.“

„Schlag ins Gesicht“

Der radikale politische Bruch des Ratsmitglieds mit der SPD sei aus Sicht des Vorstands des Ortsvereins Düren-Ost nicht nachvollziehbar: „Neben der nachteiligen Wirkung für die Partei ist der Austritt ein Schlag ins Gesicht der Genossen im Ortsverein.“

„Im Vordergrund der Arbeit sollten keine persönlichen Interessen oder ein Streben nach Positionen stehen, sondern die Arbeit vor Ort. Gerade durch diese Arbeit im engsten Austausch mit den Bürgern ist der Ortsverein erfolgreich“, ist die Vorsitzende Rosemarie Dohmen überzeugt.

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