Ausstellung zeigt Gebilde aus Resten des Alltags

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Zur Eröffnung rezitiert Reiner Bergmann kryptische Poesie zu den Klängen der singenden Säge von Cornelia Effner. Foto: niko

Düren. Malerei von Cornelia Effner und Objekte von Reiner Bergmann sind Gegenstand der neuen Ausstellung „Fatal Attraktion” in der Galerie Rohs, Yorkstraße in Düren. Beide Künstler leben und arbeiten heute im Nürnberger Raum.

Es sind die kleinen Geschichten die diese Gemeinschaftsausstellung der beiden einen leisen Hauch von Exklusivität verleihen. Und die manchmal doch sehr provozierenden Aussagen der Künstler in ihren Arbeiten. „Ich male ganz unterschiedlich, das Thema gibt den Stil eigentlich vor”, beschreibt Cornelia Effner ihre Bilder. Dabei ist sie sehr verschlossen, möchte dass ihre Bilder für sich selber sprechen.

Zweifel sind erlaubt

Gerne malt sie comicartig, komische Sachen eben. Nur die Blicke der Figuren in den bunten Bildern geben Anlass zum Zweifeln. Hier stimmt doch etwas nicht, da ist doch noch mehr. „Manchmal, ja, sind es bitterböse Geschichten”, gibt die Künstlerin zu. Sie hat selber im Leben viel erleben müssen.

Plötzlich sieht man ihre Bilder aus einer ganz anderen Perspektive. Sei es, das es Frauen im Leben schwer haben, wie die beiden Frauen im Handstand im Bild „Prost Popo”. Mitten drin auf einen Stuhl sitzend, ein etwas dicklicher Mann, einen Bierkrug in der einen Hand, und die andere bereit, den Frauen auf den Po zu klatschen.

In einem anderen Bild verarbeitete sie die etwas provozierende These, dass Gott nix mehr zu bieten hat.

Viele kleine, aber auch große Fundstücke fügt Reiner Bergmann zu einer Materialcollage zusammen. So entsteht nach und nach eine Geschichte der Ideen in seinen Objekten. Bergmann geht es nicht vordergründig darum, technische Prozesse und Produkte zu verfremden. Er hat ein fast archivarisches Faible für Altmaterial.

So entstehen die Gebilde aus den Resten der Alltagswelt aus Holz, Aluminium, alte Bahngleise, Stühle oder eine Modelleisenbahn und zeigen in ihrer neuen Bedeutung eine ganz andere Wirklichkeit, als die einst erdachte. Gekonnt bringt Bergmann diese zum Vorschein.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 7. März und ist dienstags von 16 bis 21 Uhr, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.
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