Ausstellung zeigt Bilder mit einer ganz zarten Plastizität

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die aus Köln stammende Künstlerin Judith Schmirl stellt derzeit ihre eindrucksvollen Arbeiten im Dürener Tor in Nideggen aus. Foto: Gudrun Klinkhammer

Nideggen. Die Augen, die aus den Bildern von Judith Schmirl herausschauen, sind nicht übermäßig groß, jedoch sehr markant. Sie sitzen seitlich am Kopf der gemalten Figuren, also recht exponiert, und verfehlen damit ihre Wirkung nicht. Diese Augen sind es auch, sagt Schmirl, die der Ausstellung „Augenblick mal!“ im Nideggener Tor ihren Titel gaben.

Am Freitagabend wurde die Bilderschau, die 19 großformatige Exponate präsentiert, vor zahlreichen Gästen eröffnet. Unter den Gästen waren vor allem auch Freunde der Künstlerin aus dem Kölner Raum.

Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer freute sich über diesen Umstand während der Vernissage: „Die Ausstellungen im Dürener Tor, dem Schatzkästchen von Nideggen, sind wirklich Werbung für den Ort. Kommen Sie gerne immer mal wieder.“

Judith Schmirl stammt aus Köln. Die heute 46-Jährige studierte zunächst Innenarchitektur in Düsseldorf. „Doch“, erinnert sie sich, „nach meinem Studium war die Zeit, da mussten die Architekten vom Zeichenbrett an den Computer wechseln, und das wollte ich nicht.“ Stattdessen verfeinerte sie ihre Mal- und Zeichenkünste und baute in Brühl eine eigene Malschule namens „Kontraste“ auf. Als Leiterin dieser Einrichtung ist sie auch in Schulen, Altenheimen und Tagespflegeeinrichtungen unterwegs, um mit den Menschen dort zu malen.

Zur Technik: Judith Schmirl nimmt Acryl, Pigmente und auch den Zeichenstift auf Leinwand. Unter die Farbschicht platziert sie nicht selten Seiden- und Zeitungspapier, so dass die Bilder eine zarte Plastizität erhalten, die sich nicht mit den Bildmotiven deckt, sondern eine gewisse Eigenständigkeit behält. Auf diese Weise werden die strukturierten Gemälde noch ein zweites Mal interessant.

Nur wenige Bilder der Ausstellung tragen Titel. Schmirl: „Ich möchte den Betrachter nicht mit einem Bildtitel schon vorprägen. Er soll selbst entscheiden, was er in meinen Bildern liest.“

Muna Götze als Vorsitzende des ausrichtenden Nideggener Kunst- und Museumsvereins dankte der Künstlerin für die Bereitstellung der Bilder. Götze wies darauf hin, dass es sich bei „Augenblick mal!“ um die letzte Ausstellung im Dürener Tor in diesem Jahr handelt. Für das kommende Jahr sind aber bereits sechs neue Ausstellungen im Dürener Tor in Nideggen angesetzt.

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